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Strand auf Usedom. Foto: Pascal Willuhn

Ostseereisen für Gruppen nach Swinemünde

Foto: Pascal Willuhn

Wer mit einer Gruppe an die Ostsee möchte, wird unter Ostseereisen für Gruppen nach Swinemünde viel Interessantes finden. Swinemünde, auf Polnisch in etwa wie Swinuschziä ausgesprochen, ist ein Strand- und Kurort. Er wird häufig auch als „Viertes Kaiserbad“ betitelt. Denn Kaiser Wilhelm II weilte hier gern zur Erholung.

Bis zu 250 Meter breite Strände, schöne Promenaden und viele Angebote für die Urlaubszeit locken auch heute noch viele Urlaubsgäste. Entsprechend bekannt ist der Badeort dann auch. Und da er in direkter Grenznähe auf der Insel Wollin liegt, ist er aus Deutschland aus erstklassig zu erreichen.

Swinemündes Highlights sind aus meiner Sicht folgende:

  • Swinemünde liegt auf zwei Inseln und teilt sich seine Promenade mit Städten in Deutschland: Eine einzigartige Erfahrung, auf einer länderübergreifenden schönen Promenade zu flanieren.
  • Leuchttürme gibt es mehrere. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Mühlenbake – ein als Mühle „verkleideter“ Leuchtturm. Das Wahrzeichen entstand im Jahr 1874. Daneben findet man hier den mit 64,8 Metern höchsten Leuchtturm an der Ostsee.
  • Diverse Verteidigungsanlagen durchziehen das militärstrategisch gut an der Mündung der Swine gelegene Swinemünde. Auch sie sind sehenswert.

Reisegruppen finden also neben ausgezeichneten Bade- und Strandmöglichkeiten, schöne Leuchtfeuer und historisch bedeutsame Bauten. Die Details schildere ich Ihnen im Folgenden – bei weiteren Fragen zu Gruppenreisen können Sie mich natürlich gerne kontaktieren: zum Beispiel via Internet.

Länderübergreifende Lage und Promenade

Swinemünde liegt auf zwei Inseln: im Westen auf Usedom und im Osten auf Wolin. Damit verbindet die Stadt nicht nur zwei Landstücke, sondern mittelbar auch Deutschland und Polen (der größere Teil von Usedom gehört zu Deutschland).

Verbindenden Charakter hat Swinemünde darüber hinaus mit der Europapromenade. Sie führt von Swinemünde bis ins 12 Kilometer entfernte Heringsdorf. Ihre Gäste sollten sich keinesfalls entgehen lassen, diese länderübergreifende und schöne Promenade zu erkunden.

Mühlenbake

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Mühlenbake (Stawa Mlyny). Sie ist ein als Mühle verkleideter Leuchtturm und entstand im Jahr 1874. Die Mühlenbake befindet sich auf der längsten aus Stein erstellten Mole Europas, die über 1.400 Meter ins Meer reicht. Zu finden ist sie am westlichen Hafenausgang.

Zugang: Über die Uzdrowiska-Straße (östliches Ende, am Parkplatz)

Swinemünde Molen Mühlenbake (©Chron Paul)
Swinemünde Molen Mühlenbake (©Chron Paul)

Leuchtturm

Auf der östlichen Uferseite (Insel Wolin) findet man den Leuchtturm. Dieser ist 64,8 Meter hoch und damit der höchste Leuchtturm an der Ostsee. 308 Stufen sind es bis zur Aussichtsplattform, die einen herrlichen Ausblick vom 1857 in Betrieb genommenen Turm bietet. Beim Abstieg kann man sich noch über das Leuchtfeuer und die Seenotrettung in einer Ausstellung informieren.

Adresse: ul Bunkerowa 1

Öffnungszeiten: Januar-März und November-Dezember 10:00-16:00 Uhr; April-Juni und September-Oktober 10:00-18:00 Uhr; Juli bis August 9:00-20:00.
Eintrittspreise: 6 zł/4 zł (Zahlung in PLN).

Lenné-Kurpark

Nach Plänen des Gartenbaumeisters Lenné entstand 1828 in Swinemünde ein Kurpark, der immer wieder einen Besuch lohnt. Sichtachsen und sorgfältig ausgewählte Pflanzen mit einem Alter von bis 150 Jahren machen den Besuch der rekonstruierten Anlage zum Genuss.

Zum Beispiel finden sich hier Platanen, Roteichen und Magnolien. Der Kurpark bietet für fast jeden etwas und viel Platz – er ist damit auch für Gruppen eine erstklassige Möglichkeit zu einem schönen und entspannenden Spaziergang.

Übrigens: wer es erstklassig an der Ostsee mag, liegt bei meiner Gruppenreise „Maritim und edel: Premiumreise an die Ostsee“ genau richtig.

Fischereimuseum

1792 wurde es entworfen, 1804-1806 erbaut: Im heute ältesten Bauwerk der Stadt befindet sich das sehenswerte Fischereimuseum. Zu sehen gibt es nicht nur Werkzeuge der Fischer wie alte Navigationsinstrumente, sondern auch Ausstellungen zur Stadtgeschichte. Sonderausstellungen, auch außerhalb der Themas Fischerei, machen auch wiederholte Besuche lohnenswert.

Anschrift: plac. Rybacka 1

Öffnungszeiten: Juni und September 9-17 Uhr, Juli bis August Mo-Fr 10:00-20:00, Sa-So 10:00-18:00 Uhr; Oktober bis Mai, Di-So 9:00-17:00 Uhr.
Eintrittspreise: 7 zł/5 zł (Zahlung nur in PLN). Sonderausstellungen können zusätzlich kosten.

Ostfort (Fort Gerhart) und Westfort

Einige alte Festungsanlagen sollte man sich ansehen. Zum Beispiel auf der Insel Wolin das Ostfort, auch Fort Gerhart genannt. 1856 bis 1863 wurde es erbaut und ist damit die älteste Anlage dieser Art hier. Besichtigen können die Mitglieder Ihrer Reisegruppe hier eine Ausstellung zur Stadtgeschichte, vor allem zur Festung auf der Insel.

Öffnungszeiten: Januar-April und Oktober-Dezember 10:00-16:00 Uhr; Mai-Juni und September 10:00-18:00 Uhr; Juli und August 10:00-20:00 Uhr.

Eintrittspreise: Juni-September 15 zł/10 zł; Oktober bis Mai 12 zł/9 zł; Kombi-Tickets (Fort Gerhard und Unterirdische Stadt) 23 zł/16 zł. Euro akzeptiert.

Swinemünde Festung (© Chron Paul)
Swinemünde Festung (© Chron Paul)

Außerdem gibt es auf der Westseite, also auf Usedom das Westfort. Es wurde etwa zeitgleich zum Ostfort errichtet. Hier gibt es neben dem sehenswerten Außengelände eine Ausstellung zu Militaria und zur Festungsgeschichte Swinemündes.

Öffnungszeiten: Im Januar 10:00-15:00 Uhr; Februar und Dezember 10:00-16:00 Uhr; März und November 10:00-17:00 Uhr; April, Oktober 10:00-18:00 Uhr; Mai und September 10:00-19:00 Uhr ; Juni bis August 10:00-20:00 Uhr.

Eintrittspreise: 10 zł Erwachsene, 8 zł Rentner, 5 zł Kinder (von 7 bis 14 Jahre).

Unterirdische Bunkerroute

Ein unterirdischer Komplex wartet darauf, entdeckt zu werden: Errichtet in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts findet sich hier die längste unterirdische Besucherroute in Nordpolen. Das etwas unheimliche Flair der unterirdischen Bunker kann gerade an Schlechtwettertagen ein gutes Alternativprogramm auf der Insel Wolin bieten.

Öffnungszeiten: Januar-April und Oktober-Dezember 10:00-16:00 Uhr; Mai, Juni, September 10:00-18:00 Uhr; Juli und August 10:00-20:00 Uhr.

Eintrittspreise: 15 zł/10 zł ermäßigt. Kombi-Tickets (Fort Gerhard und Unterirdische Stadt) 23 zł/16 zł. Euro akzeptiert.

Fort Engelsburg

In Swinemünde selbst findet sich die preussische Festungsanlage „Fort Engelsburg“, die früher als „Werk III“ bekannt war. Gebaut wurde die Anlage von 1854 bis 1858 und es handelt sich um eine dreistöckige Rotunde. Obenauf befinden sich eine Terrasse und ein Turm.

Öffnungszeiten: Februar-April und Oktober bis Dezember 10:00-16:00 Uhr; Mai bis September 10:00-18:00 Uhr.
Eintrittspreise: 9 zł/8 zł (Rentner), 6 zł (Kinder und Gruppe an 10 Pers.). Euro akzeptiert.

Mutter-Gottes-Kirche und Lutherkirche

Im Bereich der Innenstadt von Swinemünde, die auch einen Shopping-Besuch lohnt, finden sich zwei sehenswerte Kirchen. Zum einen die katholische Kirche „Mutter Gottes Stella Maris“ im neogotischen Stil. Erbaut wurde diese Kirche Ende des 19. Jahrhunderts. Sie ist mit wertvollen Glasmalereien ausgestattet.

Die Lutherkirche ist weitgehend im Krieg zerstört und später abgerissen worden. Aber der Turm steht noch. Dieser lässt sich mit 222 Stufen bis zu einer Aussichtsterrasse besteigen. Von oben erhält man einen tollen Ausblick über Swinemünde. Auch ein Cafe ist dort zu finden. Von 10 bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 6 zł/4 zł (Euro akzeptiert).

Naturpark und Vogelschutzgebiet

Swinemünde Luftbild (© Specjal-b)
Swinemünde Luftbild (© Specjal-b)

Das Vogelschutzgebiet „Kaseburger Hutung“ auf der Insel Insel Karsibóri st ein Wildvogelreservat. Rund 140 Vogelarten leben hier und das großflächige Gebiet lässt sich prima durchwandern. Ein Rundweg führt durch das Gebiet. Hier steht übrigens auch eine kleine Kirche: Diese wurde 1826 von Schinkel gestaltet, der zum Beispiel auch das Rathaus in Kolberg plante.

Könnte Ihrer Reisegruppe Swinemünde gefallen? Kontaktieren Sie mich – ich biete Ihnen individuell zugeschnittene Gruppenreisen. Zu erreichen bin ich am besten via Internet. Ich freue mich auf Sie.

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