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Wie entstehen unsere Reiseprogramme: Ein Blick hinter die Kulissen

Das Team von brylla reisenHaben Sie sich schon gefragt, wie Reiseunternehmen eigentlich ihre Angebote entwickeln? Mich jedenfalls erreicht häufig die Frage: „Wie entstehen Eure Reiseprogramme – zum Beispiel die, die ihr auf brylla-reisen.de darstellt? Welche einzelnen Arbeitsschritte sind notwendig, um eine interessante Qualitätsreise zu entwickeln, die ihren Preis wert ist?“ In diesem Blogartikel lasse ich Sie als unsere Leser einen Blick hinter die Kulissen werfen und erkläre die einzelnen Arbeitsschritte der Entstehung unserer Reiseprogramme.

Ideen sammeln sich immer

Wir beginnen mit dem Sammeln von Ideen. Das ist ein durchgängig laufender Prozess. Dazu haben wir verschiedene Ansätze entwickelt. Ein Beispiel: Für die Ideensammlung verwenden wir unter anderem das kostenlose Tool Evernote. Jeder Mitarbeiter unserer Agentur trägt seine Ideen, Artikel, Bilder und Links aus seiner täglichen Beschäftigung mit den Reisen bei. Alles – wirklich alles – was wir eventuell für neue Reiseprogramme nutzen können, fließt hier zunächst bewusst ungefiltert ein. Das Gute dabei ist: Jeder Mitarbeiter hat immer Zugriff auf die abgelegten Dokumente und andere Medienformate, und kann sie beliebig bearbeiten.

Sammeln und Bewerten

Brainstorming Produktentwicklung Polen-Reisen
So kann ein Ergebnis aussehen

Alle drei Monate nutzen wir diese Ideen für ein gemeinsames Brainstorming, in dem wir die Ideen ergänzen. In diesem gemeinsamen Treffen wählen wir anschließend die erfolgversprechendsten Ideen aus und bündeln sie zu einzelnen Reisen. Dann folgt ein sehr wichtiger Schritt: Wir geben den einzelnen Reisen ihr unverwechselbares Gesicht. Am Beispiel der Reise „Ostsee, Danzig, Masuren“ bedeutet das Folgendes: Wir versuchen, das grobe Reiseprogramm so zu verfeinern, dass in der Reise zum Beispiel tatsächlich der „Duft wilder Weite“ zu riechen ist. Das bedeutet, alle Reisedetails werden nach solchen Kriterien vorausgewählt, dass dieses Gesicht möglichst gut erkennbar wird. Dazu gehört sehr viel Intuition und eine erstklassige Ortskenntnis – bis hin zu einzelnen Restaurants vor Ort. Natürlich prüfen wir auch die Entfernungen zwischen den einzelnen Reisezielen. Eine Busreise soll den Gästen Abwechslung bieten und möglichst wenig lange Fahrtabschnitte.

Im nächsten Schritt beginnen wir mit der Festlegung der endgültigen Bausteine der Reise: Welche Eintritte werden eingerechnet, wo benötigen wir lokale Guides für die Stadtführungen, wo setzen wir eine durchgehende Reiseleitung ein? Welche Museen oder anderen Sehenswürdigkeiten sind wann geöffnet und wie hoch sind die Eintrittspreise? Auf diesem Produktstand aufbauend gehen wir an die Kalkulation der Angebote. Hier setzten wir auf eine Excel-Vorlage, die wir seit Jahren verwenden und immer wieder anpassen und verbessern.

Zur Marktfähigkeit gehört auch die Konkurrenzfähigkeit

Nach der Vorkalkulation des Reisepreises machen wir den Konkurrenzcheck. Wir wollen nun wissen: Sind wir mit unserem Preis konkurrenzfähig? Der Preischeck ist in den meisten Fällen nicht ganz einfach, da die Angebote in aller Regel sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Dennoch: Wenn wir feststellen, dass wir mit unserer Reise eventuell nicht konkurrenzfähig sein könnten, kommt die Reise nicht ins Angebot.

Im nächsten Schritt erstellen wir die Beschreibung der Reise. Hier sind natürlich Kreativität und eine gute Schreibe gefragt. An dieser Stelle müssen wir etwas verraten: Unsere Muttersprache ist Polnisch. Unsere Kunden kommen aber zu 90 Prozent aus dem deutschsprachigen Raum. Da bleibt nur eins: Wir benötigen Expertenrat. Hier arbeiten wir seit einigen Jahren mit einer Agentur zusammen,  die mit der Zeit sehr gut versteht, welche Erwartungen wir haben. Sie erstellt die Reisebeschreibungen und anderen Vermarktungsbestandteile für uns. Hilfreich ist es dabei, dass die Agentur uns schon bei der Produktentwicklung begleitet und die Produkte versteht.

Der Test

Zum Schluss kommt der angenehme Part der Entwicklung des neuen Reiseprogramms: wir testen die geplanten Routen möglichst weitgehend „live“. Wir besichtigen die Hotels und Restaurants auf der Reiseroute, prüfen die Erreichbarkeit der Sehenswürdigkeiten und sprechen vor Ort mit Leistungsträgern. Sollten wir während dieser aufwändigen Qualitätssicherung Unstimmigkeiten zum „Gesicht der Reise“ entdecken, passen wir das Reiseprogramm an.

Jetzt kann die Reise auf den Markt gehen. Was für uns ab diesem Zeitpunkt enorm wichtig ist: Das Feedback der Kunden und Reiseteilnehmern während und nach der Reise. Mit diesem Feedback optimieren wir unsere Reiseprogramme laufend. Und: Natürlich fließt dieses Feedback wieder in unsere Ideensammlung ein. So gestalten unsere Kunden ihre Reisen mit.

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  1. Oh wow! Danke für den Artikel, jetzt weiss ich endlich wie viel Arbeit hinter meinen Gruppenreisen mit Erlebnis Schweiz steckt! Ich mach ganz gerne, zwei mal pro Jahr oder so Gruppenausflüge durch die Schweiz weil ich sonst einfach nicht dazu komme viele der Ausflugsziele in der Schweiz zu sehen.

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