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Zu sehen ist das Rathaus von Kalisch, Bild: Pezot
Kalisch, Rathaus, Bild: Pezot

Sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum [November 2021] – Kleine Schönheiten gefällig?

Sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum sind Teil meiner Artikelserie, in denen ich touristische Perlen außerhalb der gängigen Metropolen und Touristenpfade vorstelle. Begleiten Sie mich nun ins Landesinnere. Auch dort finden wir attraktive und überraschende touristische Ziele.

Folgende sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum möchte ich Ihnen heute vorstellen: Neustettin und Kalisch – jeweils inkl. ihrer näheren Umgebung. Die Städte haben ihren ganz eigenen Reiz und sind von Deutschland aus gut erreichbar. Und natürlich sind sie für Reisende und Urlauber sehr ansprechend und haben eine gute touristische Infrastruktur. Die eine bietet eine Vielzahl von Freizeitangeboten, die andere ist eine, wenn nicht sogar DIE älteste Stadt Polens.

Ich zeige Ihnen die Stadt mit meinem Blick als Paketreiseveranstalter und Incoming-Agentur. Reiseveranstalter, Reisebüro und Reiseleiter erfahren also die wichtigsten Fakten zu den Städten. Dazu zählt auch die Tatsache, dass sich beide Städte aufgrund ihrer guten touristischen Angebote hervorragend für Gruppenreisen eigenen.

Wenn Sie mehr wissen wollen zum Thema „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum“ zögern Sie nicht, mich oder mein Team zu kontaktieren. Aber beginnen wir zunächst mit dem Ort, der keine drei Stunden von der deutschen Grenze entfernt liegt.

Neustettin (Szczecinek)

Die meisten Reisegruppen, die die polnische Wojewodschaft Westpommern besuchen, steuern die endlosen weißen Strände an. Sie verirren sich selten im pommerschen Hinterland. Das ist zwar schade. Aber für Sie als Reiseveranstalter vorteilhaft, wenn Sie Ihren Reisegästen einen Polenurlaub außerhalb der üblichen Touristenpfade bieten möchten.

Selbstverständlich ohne dabei auf Qualität und eine breite Freizeitpalette zu verzichten! Aber lesen Sie selbst, warum Neustettin für mich definitiv in die Liste „sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum“ gehört.

Anreise als Appetitanreger

Eine Reise nach Neustettin bietet einiges. Vom Wassersport und vielen Freizeitangeboten, bis hin zum Kulinarischen und Kulturellen. Nichts kommt hier zu kurz, trotz der überschaubaren Größe der Stadt mit ihren 40.000 Einwohnern.

Die kurze Entfernung zu Deutschland sorgt zudem für eine unkomplizierte Anreise. Die etwa drei Stunden dauernde Busfahrt von der deutschen Grenze ist gerade lang genug, um sich auf Pommern einzustimmen. Ihre Reisenden und Urlauber können sich von der malerischen Landschaften der Pommerschen Seenplatte einstimmen lassen. Das weckt garantiert Appetit auf mehr.

Kulinarisches im Park

Wo wir schon beim Thema Appetit sind. Neustettin zeichnet ein breites und abwechslungsreiches gastronomisches Angebot aus aller Welt aus. Die polnische Küche überwiegt erwartungsgemäß. Sie bietet unter anderem frischen Fisch aus dem nahegelegen See.

Hierbei überzeugt insbesondere das Restaurant im Schloss der Pommerschen Herzöge: Neben ausgezeichneten Speisen, die für Gaumenfreude sorgen, besticht das elegante Lokal durch seine Lage. Die unmittelbare Nähe der städtischen Marina mit ihren vor Anker liegenden Yachten und Booten sorgt für die nötige Hintergrundstimmung. Ihre Gäste sind also schon nach der Ankunft eingestimmt auf die wohlschmeckenden Gerichte und die tolle Einrichtung der Innenräume.

Wer es eher international mag, wird in Neustettin auch fündig. Hier empfiehlt sich aus meiner Sicht besonders ein italienisches Lokal mitten in der Altstadt. Dessen schickes Ambiente und vielfältiges kulinarisches Angebot lässt bei jeder Gruppenreise la dolce Vita aufkommen.

Reisegäste mit einem Faible für asiatische und irische Küche kommen in Neustettin ebenfalls auf ihre Kosten. Irischer Genuss wird in einem vornehmen Lokal direkt am See serviert. Frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ bietet es sich an, das Restaurant über das Wasser zu erreichen. Und zwar mit einer Wassertram, die hier eine ihrer zahlreichen Anlegestellen hat.

Zu sehen ist das Pommernschloss zu Neustettin, Bild: SAPIK
Neustettin, Pommernschloss, Bild: SAPIK

Trockenen Fußes, immer dem See und dem gepflegten Park entlang, erreicht man es natürlich auch. Und das schöne an dem Weg: Die liebevoll hergerichtete, kilometerlange Parkanlage begeistert mit diversen Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Sie bietet reichlich Gelegenheit zum gemütlichen Flanieren und mündet in eine Promenade. Hier wird unter anderem den vertriebenen deutschen Einwohnern der Stadt mit einem Denkmal gedacht wird.

See und Wassersport

Apropos See. Neben vielen Vorzügen, welche Neustettin zu bieten hat, sticht der Streitzigsee im wahrsten Sinne des Wortes naturgemäß hervor. Er ist nicht nur reizend, sondern auch bestens touristisch erschlossen.

Sein Glanzstück bildet die längste Wasserski-Seilbahn Polens. Auf ihr können sich sowohl Profis als auch mutige Amateure versuchen – möglicherweise eine willkommene und aktive Abwechslung für ihre Reisegäste nach einem Tag an einem der Badestrände Neustettins.

Der Hauptstrand der Stadt (Plaża miejska) überzeugt übrigens mit einer erstklassigen Infrastruktur. Viele Umkleidekabinen, Seebrücken, Duschen sowie eine Bar und öffentliches WLAN. Und für Reisende mit Gepäck schließlich auch bewachte Badeabschnitte für Schwimmer und jene die es noch werden wollen. Alle das macht den Aufenthalt dort zu einem entspannten und unbeschwerten Erlebnis.

Rad- und Wanderwege

Wer seine Zeit nicht im, sondern um den Streitzigsee verbringen möchte, dem kann ich Neustettin ebenfalls empfehlen. Viele ansprechende Wander- und Radwege stehen bewegungsfreudigen Reisegästen zur Verfügung.

Es gibt sogar die Möglichkeit, den kompletten See zu umrunden. Die knapp 15 Kilometer lange, gut markierte Trasse führt gleich an zwei weiteren Highlights der Stadt vorbei.

Zum einem geht es am Partystrand auf der Mäuseinsel vorbei, zum anderen an dem 1911 zu Ehren Otto von Bismarcks erbauten Turm. Ursprünglich als Ort der Verehrung des ersten Reichskanzlers gedacht, lädt der Turm heute mit einer gepflegten und touristenfreundlichen Umgebung ein. Die Szenerie wird abends und nachts mit Lichtern gekonnt in Szene gesetzt wird. Das lädt zum Verweilen ein. Darüber hinaus bietet er von seiner Spitze aus eine tolle Aussicht auf den See und einen Teil der Stadt. Alternativ zu einer Wanderung lässt sich der Turm mit seiner reizenden Umgebung auch mit der Wassertram erreichen.

Shopping und Sehenswürdigkeiten

Reisende können nach einer Wanderung um den See auch noch auf Schnäppchenjagd gehen. Dazu eignet sich das vergleichsweise preiswerte Polen generell gut. In Neustettin kommen den Reisenden die vielen kleinen Läden und moderne Einkaufszentren zupass.

Zwei davon befinden sich in der malerischen und gepflegten Fußgängerzone. Diese bietet neben Shopping viele Möglichkeiten zum gemütlichen Flanieren und Einkehren. So wie die Stadt selbst, verkörpert auch ihre Fußgängerzone den Spruch „klein ist schön“ ideal.

In ihrer Mitte, am zentralen Freiheitsplatz, glänzt das neugotische Rathaus aus dem Jahre 1852. Besonders abends, im Zusammenspiel mit dem beleuchteten und farbenfrohen Springbrunnen, entfaltet das Gebäude sein volles, architektonisches Potenzial.

Unweit des Rathauses ragt der Turm der 1905 bis 1908 erbauten Stadtpfarrkirche St. Marien empor. Sie trumpft nebst der imposanten und monumentalen Silhouette mit Ausstattungselementen aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf.

Diese beiden Wahrzeichen der Stadt sind in neugotischer Backsteinbauweise erbaut und relativ jung. Das sollte Ihre Reisegäste allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stadt auf eine lange, siebenhundertjährige Geschichte zurückblickt.

Darauf verweist das bereits erwähnte Schloss der Pommerschen Herzöge. Teile des unlängst renovierten Gebäudes stammen nämlich aus dem 14. Jahrhundert. Das Schloss wechselte häufig seine Besitzer und den Verwendungszweck. Eine Zeit lang diente es sogar als eine Kaserne.

Heute beherbergt es neben dem Restaurant eine Kunstgalerie und ein Konferenzzentrum. Das Schloss ist durch den Rosengarten und die Konzertmuschel von der Stadt getrennt. Zum See hin öffnet es sich mit einem Strand und einer runden Seebrücke, die ein tolles Panorama bietet.

Wetterfeste Freizeitangebote

Falls das Wetter mal nicht mitspielt, oder Ihre Reise Sie im Winter nach Neustettin führt, müssen Sie und ihre Reisegäste trotzdem nicht auf das Wasservergnügen verzichten. Das städtische Hallenbad bietet alle modernen Annehmlichkeiten rund ums Baden. Sauna, Wasserrutsche und Whirlpools mit einem Blick auf den See inklusive. Übrigens: für den Winter empfehle ich zusätzlich einen Besuch des Weihnachtsmarkts inkl. Verkostung polnischen Glühweins!

Neben dem Hallenband sind auch andere Sport- und Erholungsarten wetterfest. Viele Sportanlagen der Stadt, darunter die Tennisplätze, sind überdacht und beheizt. Hier gibt es Bewegungsangebote bei jedem Wetter.

Zu sehen ist das Rathaus von Neustettin, Bild: Paweł Schmidt
Neustettin, Rathaus Bild: Paweł Schmidt

Umgebung

Schon die Stadt Neustettin allein gehört für mich in den Artikel „sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum“. Das gilt um so mehr, wenn man die wundervolle Umgebung der Stadt in den Blick nimmt.

Burg Draheim (Zamek Drachim)

Von den Tempelrittern im Jahre 1286 erbaut, ging die Burg nach der Auflösung des Ordens 1312 an die Johanniter über. Lange Zeit polnisch, danach, von dem ausgehenden 17. Jahrhundert an deutsch, fasziniert die heutige Burgruine nicht nur durch ihre fantasieanregende Geschichte. Vor allem ihre unübertreffliche Lage zwischen zwei Seen macht sie reizvoll.

Der Innenhof der Burgruine beherbergt ein Museum. Und er bietet seinen Besuchern, dank der mittelalterlichen Handwerksbetriebe, Geschäfte und einem Restaurant mit entsprechenden Speisen einen Einblick in das Leben der Burgritter. Mittelalterliche Kampfkunst inbegriffen!

Groß Born (Borne Sulinowo)

Das Städtchen Groß Born ist eine ehemalige deutsche und sowjetische Kasernenstadt. Sie steht Modell für ganz Polen. Denn nach dem Abzug der letzten sowjetischen Truppen im Jahre 1992 erhob sich die ruinierte Stadt 1993 wie Phoenix aus der Asche.

Das Städtchen bietet ein großes Freizeitangebot. So können Urlauber z.B. auf dem malerischen Pilburger See Paddelausflüge unternehmen. Oder ihre Reisenden unternehmen eine Tour durch die nahegelegenen Bunkeranlagen der deutschen Wehrmacht. Und das sind nur zwei der vielen Attraktionen dieses tief im Kiefernwald gelegenen Naturparadieses.

Etwas speziell ist folgende Attraktion. Das Fest Militaria im August. Ein Veranstaltung, zu der Militärbegeisterte aus ganz Europa anreisen. Das ist allemal erlebenswert. Auch wenn man persönlich kein Faible für Militärisches hat.

Die älteste Stadt Polens: Kalisch (Kalisz)

Unsere Reise auf der Suche nach dem Schönen außerhalb der üblichen Touristenpfade führt uns nun in die Wiege Polens. Genauer in das westpolnische Großpolen.

Im Südosten dieser Region, eine Dreistundenfahrt von der deutschen Grenze entfernt, liegt die sehenswerte Stadt Kalisch. Diese Stadt ist eine, wenn nicht DIE älteste Stadt unseres Nachbarlandes.

Doch ihr Alter ist nur einer der Gründe, warum die Stadt für mich in diesen Artikel „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum“ gehört. Überzeugen Sie sich selbst.

Die Vergangenheit

Laut dem römischen Chronisten Claudius Ptolemäus lag die Stadt Calisia bereits Mitte des 2. Jahrhunderts auf der sogenannten Bernsteinroute. Auf dieser wurden die namensgebenden Schmucksteine von der Ostsee in den Mittelmeerraum transportiert.

Tausend Jahre später erhielt Kalisch von dem Großpolnischen Herzog Bolesław VI dem Frommen das Stadtrecht. Fortan verzeichnete sie eine konstante Entwicklung, die in der Textilindustrie des 19. Jahrhunderts ihren Höhepunkt fand.

Die günstige Lage der Stadt, ihre Funktion als Knotenpunkt für viele Handelswege sowie die seinerzeit weltberühmte Textilindustrie haben dem Stadtbild im Laufe der Jahre ihren Stempel aufgedrückt. Gleiches gilt leider auch für die beiden Weltkriege.

Kriegszerstörungen und der Wiederaufbau

Wenn man die Kalischer Altstadt abwandert und die vielen gepflegten Bürgerhäuser in Augenschein nimmt, fällt es einem schwer zu glauben, dass sie allesamt aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts stammen. Dasselbe gilt für das neoklassizistische Rathaus, welches die Mitte des großzügig angelegten Altstädter Ringes ziert – von seinem begehbaren Turm aus hat man einen grandiosen Ausblick auf die Stadt.

Bereits im ersten Jahr des Ersten Weltkriegs wurde die Altstadt von Kalisch von den einrückenden deutschen Truppen zu 95% zerstört. Die Umstände und genaue Ursachen dieser kriegerischen Handlung bleiben bis heute ungeklärt.

Fakt ist, dass auf die Zerstörung der Bausubstanz eine demographische Katastrophe folgte. Die meisten Bewohner verließen nämlich die Stadt. Ihre Zahl schrumpfte rasant von 70.000 auf gerade mal 5000. Umso mehr ist der liebevolle Wiederaufbau anzuerkennen.

Dieser Wiederafubau ließ die Stadt an dem Fluss Prosna erneut florieren. Heute zählt sie knapp 100.000 Bewohner.

Jüdisches Leben in Kalisch

Bereits im Mittelalter zog die Stadt Kalisch viele jüdische Siedler an. Hier konnten sie sich, im Gegensatz zu vielen anderen Städten Europas, ungestört ansiedeln und frei entfalten.

Jüdisches Leben blühte auf und erfüllte fortan die Straßen des Ortes. Dies galt bis weit bis in das 20. Jahrhundert hinein.

Die baulichen Manifestationen der jüdischen Kultur – die zahlreichen jüdischen Gottes- und Gebetshäuser, deren Gemeinden sich häufig aus wohlhabenden Kaufläuten und Fabrikanten zusammensetzten – sind dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust zum Opfer gefallen. Lediglich die Überreste eines jüdischen Friedhofs können heute noch besichtigt werden.

Sehenswerte Kirchen

Anders als den jüdischen Sakralbauten ist es den christlichen Kirchen ergangen. Sie verzeichneten zwar ebenfalls einige Schicksalsschläge. Aber sie blieben bis in die Gegenwart erhalten. Im Gegensatz zu den rekonstruierten Bürgerhäusern sind sie also echte Originale. Und was für welche!

Zu sehen ist die Jesuitenkirche in Kalisch, Bild: Piotr Zdrowicki
Kalisch, Jesuitenkirche, Bild: Piotr Zdrowicki

Die vom Altstädter Ring gut sichtbare Kathedrale St. Nikolaus gehört zu den ältesten Häusern der Stadt. Ursprünglich wohl im 13. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut, repräsentiert sie heute eine gelungene Mischung aus verschiedenen Baustilen. Diese Stilmischung ist auf die lange und wechselvolle Geschichte des Gotteshauses zurückzuführen.

Eine ähnlich lange und wechselvolle Geschichte weist auch die gotische Franziskanerkirche zum Hl. Stanislaus auf. Der älteste Franziskanerkonvent in Großpolen, der 1257 von Herzog Boleslaus dem Frommen und seiner Frau gestiftet wurde, war unter preußischer Herrschaft Ende des 18. Jahrhunderts in ein Gefängnis umgewandelt worden.

Ebenfalls erwähnenswert und für Gruppenreisen durchaus interessant, ist die unweit des Altstädter Rings befindliche Stiftsbasilika Mariä Himmelfahrt. Ihr größter Schatz ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Patene. Hierbei handelt es sich um einen Hostienteller, der vom polnischen Herzog Mieszko dem Alten gestiftet wurde. Hinter dem Kirchengebäude sind die Reste der Stadtmauer zu sehen sowie die restaurierte Bastei „Dorotka“. Den besten Blick auf die Bastei, die heute als Sitz des Kalischer Schützenvereins dient, erlangt man von dem Stadtpark aus.

Die Grünanlage der Stadt

Kalisch ist eine grüne Stadt. Die Beweisführung für diese Behauptung eröffnet der Stadtpark. Er umrundet die Altstadt und verführt durch seine zahlreichen Spazierwege und Attraktionen zum Flanieren.

Kalisch, das den Titel der ältesten Stadt Polens für sich beansprucht, kann sich standesgemäß auch einer der ältesten Parkanlagen des Landes rühmen. Die Ursprünge des Parks reichen in das 18. Jahrhundert zurück. Damals wurde als an dieser Stelle ein wilder Garten im englischen Stil angelegt.

Eine Sonnenuhr, ein schwimmender Springbrunnen, ein chinesischer Pavillon, schließlich Möglichkeiten zum Einkehren ergänzen das Bild dieses Erholungsgebietes. Der Park wird vor allem im Sommer von Familien mit Kindern gerne besucht.

Für zusätzliches Flair sorgt das an den Park angrenzende neoklassizistische Gebäude des Bogusławski-Theaters. Es stammt aus den 1930er Jahren. Anregend ist auch die reizvolle und verträumt gelegene orthodoxe Peter und Paul-Kirche.

Kulinarisches

Gastronomisch bietet Kalisch eine Menge. Die polnische und regionale Küche mit historischen, internationalen Einflüssen wird hier großgeschrieben.

Aber auch Liebhaber des ganz modernen internationalen Genusses finden hier etwas für sich. Ein mexikanisches und ein japanisches Restaurant am Altstädter Ring sind ein gutes Beispiel hierfür.

Gutbürgerliche polnische und regionale Küche wird hingegen unter anderem im Park serviert. Das stilvolle Ambiente des Lokals sowie das umliegende Grün steigern zusätzlich den kulinarischen Genuss.

Freizeit

Üppige Speisen führen mitunter zu überschüssigen Kalorien. Um diese wieder loszuwerden empfiehlt sich der Besuch im Kletterpark mit seinen zahlreichen Attraktionen.

Ein erlebnisreicher Besuch im örtlichen Aquapark, der nicht nur mit nassem Vergnügen begeistert, sollte ebenfalls auf dem Programm stehen. Im Winter hingegen bietet die überdachte Eislaufbahn reichlich Zerstreuung und Bewegung. Im Sommer wird das Gebäude im Übrigen zu einem Indoorspielpark umgewandelt.

Museen

Der Mensch lebt nicht von Brot und Bewegung allein. Kulturelles sollte bei einem gelungenen Urlaub ebenfalls auf der Karte stehen.

Hier kommen unter anderem die Museen der Stadt ins Spiel. Von denen möchte ich zwei gesondert erwähnen.

Von der langen Geschichte Kalischs und seiner Umgebung sowie deren historischer Multikulturalität erzählen die Ausstellungen im örtlichen Bezirksmuseum. Für Gruppenreisen ist besonders die Zweigstelle des Museums zu empfehlen. Bei ihr handelt es sich um ein großflächiges Freilichtmuseum. In dem wird die Geschichte der Stadt auf der Basis der archäologischen Funde vor Ort zum Leben erweckt.

Die wohl wichtigste Entwicklungsepoche Kalischs ist die Industrialisierung und die damit einhergehende blühende Textilindustrie des 19. Jahrhunderts. Diese Epoche wird im nahegelegenen Opatówek, im Museum der Industriegeschichte, attraktiv vermittelt. Das Besondere an dieser Kultureinrichtung ist, dass sie neben unzähligen Exponaten aus der Historie der Industrie zusätzlich eine beachtliche Kollektion von Klavieren zeigt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass in Kalisch bis 2007 eine traditionsreiche und in Polen sehr renommierte Klavierfabrik „Calisia“ beheimatet war. Dieses Museum ist ein Muss für alle technisch versierten und interessierten Gruppenreisen.

Schloss und Strand in Gołuchów

Ein schmuckes, filmreifes Schloss gefällig? Aber gern.

Unweit von Kalisch, in der Ortschaft Gołuchów, erstreckt sich ein märchenhaftes Herrenhaus im Baustil der französischen Renaissance. Seine Besitzer ließen sich nämlich von dem französischen Loiretal und dessen Schlössern inspirieren.

Der Innenhof des Gebäudes erinnert hingegen stark an die Krakauer Burg Wawel. Kein Wunder also, dass er einst als Kulisse für die historische TV-Serie über die aus Italien stammende polnische Königin Bona Sforza diente.

Von dem malerischen Schloss abgesehen, bietet Gołuchów auch einen Strand mit einem geradezu mittelmeerartigen Esprit. Lediglich die Kiefern, die den Stausee und seine mit guter Infrastruktur versehenen Strände umschließen, passen nicht wirklich in das mediterrane Bild. Dennoch geben sie eine einladende und vor allem wohlriechende Naturkulisse ab.

Auch die Umgebung Kalischs trägt also zu einem Platz der Stadt auf der Liste „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Zentrum“ bei.

Haben wir Ihr Interesse als Reiseveranstalter, Reiseführer oder Reisebüro geweckt? Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen? Wenn ja, wenden Sie sich bitte an mich und mein Team. Wir beraten Sie gern rund um das Thema Urlaub in Polen. Und wir beliefern Sie gerne mit weiteren Anregungen – nicht nur zu den Sehenswerten kleineren Städten in Polens Zentrum“ – Neustettin und Kalisch.

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