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Zu sehen ist das Meerauge in der Hohen Tatra, Bild: Aneta Pawska
Zakopane, Meerauge in der Hohen Tatra, Bild: Aneta Pawska

Gruppenreisen in Polens Bergwelten

Polens Bergwelten sind legendär. Wer hat nicht schon vom Riesengebirge oder der Hohen Tatra gehört? Touristisch sind diese Regionen Polens ebenfalls für viele Menschen attraktiv. Wälder und Berge ziehen uns von jeher in ihren Bann: sie laden zu langen oder auch kurzen Ausflügen ein, erfrischen und beruhigen und bieten zum Teil spektakuläre Ausblicke. Aktivurlauber haben hier vielfältige Betätigungsmöglichkeiten: z.B. Wandern/Hiken, Ski- und Radfahren oder Raften. Außerdem geben Polens Bergwelten mit ihrer regionalen Folklore, Kultur und ihren Mythen Einblick in eine vergangene „heile“ Welt. Diese vielfältigen Möglichkeiten machen Polens Bergwelten auch für Gruppenreisen sehr interessant.

Warum sollten sie das nicht für Ihr Busreiseangebot nutzen? Beispiele für Angebote wären: eine Eintagestour auf einen der bekannten Gipfel, eine mehrtägige geführte Wanderreise mit Gepäcktransport, der Besuch eines besonders attraktiven Aussichtspunkts, die Besichtigung eines regionalen Museums oder Touren auf den Spuren geheimnisvoller Legenden, Mythen und Berggeister.

In diesem Artikel erhalten sie einen kleinen Einblick in konkrete Möglichkeiten, die Polens Bergwelten bieten. Dabei beschränke ich mich aus Platzgründen auf das Riesengebirge und die Hohe Tatra.

Das Naturparadies Riesengebirge

Das Riesengebirge (Karkonosze) hat den Vorteil, nahe der deutsch-polnischen Grenze zu liegen. Es ist daher schnell zu erreichen. Mit seinem parallel zur polnisch-tschechischen Grenze verlaufenden Hauptkamm ist es das höchste Mittelgebirge nördlich der Alpen; zugleich ist es der höchste Teil der Sudeten.

Zu sehen ist Krummhübel mit Blick auf Riesengebirge, Bild: Scotch Mist
Krummhübel, Blick auf Riesengebirge, Bild: Scotch Mist

Im Riesengebirge wurde das Bergwandern quasi erfunden. Hier wird schon seit über 200 Jahren gewandert. Doch das Naturparadies können auch Nicht-Alpinisten hervorragend für Spaziergänge, Naturerkundungen und zu kulturellen Inspiration nutzen. Die Routen sind gut ausgebaut, sie führen durch wundervolle Gegenden und bieten genügend Rastmöglichkeiten. Dabei sind vom gut ausgebauten und leicht zu bewältigenden Rundweg über naturbelassene Pfade bis hin zum gut gesicherten Klettersteig alle Schwierigkeitsgrade vertreten. Viele Bauden bieten köstliche Verpflegung sowie Übernachtungsmöglichkeiten fast im Stil von Alpenhütten. Das ermöglicht sogar Mehrtageswanderungen zu den schönsten Zielen.

Die Routen führen durch märchenhafte Waldgebiete, vorbei an wildromantischen Wasserfällen und hinauf zu beeindruckenden Bergpanoramen. Auch Grenzübertritte nach Tschechien sind kein Problem. Das wäre zum Beispiel auf einer Tour zur in 1.400 Metern Höhe befindlichen Elbquelle bei Spindlermühle (Spindleruv Mlyn) möglich. Zum Warmwerden und Eingewöhnen führt eine leichte Wanderung von Schreiberhau (Szklarska Poreba) aus zu den beiden bekanntesten Wasserfällen des Riesengebirges, dem Zackelfall (Wodospad Kamienczyku) und weiter nördlich dem Kochelfall (Wodospad Szklarki)

Besonders reizvoll ist eine Wanderung auf dem Hauptkamm des Riesengebirges. Der Weg führt als polnisch-tschechischer Freundschaftsweg von Schreiberhau (Szklarska Porȩba) bis hin zur 1602 Meter hohen Schneekoppe (Snieżka). Auf dem Weg können der Reifträger (Szrenica), die dortige Reifträgerbaude, die neue Schlesischen Baude und der Hausberg von Krummhübel (Karpacz) erkundet werden.

Bei brylla-reisen gibt es u.a. folgende Reisen, die (auch) in das Riesengebirge führen: Breslau, Krakau, Riesengebirge und Krakau, Riesengebirge, Hohe Tatra.

Bergwelten der Hohen Tatra

Die Hohe Tatra ist das kleinste alpine Hochgebirge der Welt. Dennoch finden sich hier immerhin 275 Kilometer markierte Wanderwege.

Zu sehen ist Kasprowy Wierch in der Nähe von Zakopane, Bild: Opioła Jerzy
Zakopane, Kasprowy Wierch, Bild: Opioła Jerzy

Die Hohe Tatra ist damit noch immer eine verhältnismäßig preisgünstige Alpen-Alternative. Doch sollten Sie Ihre Busreisenden darauf hinweisen, dass die Hohe Tatra größere Ansprüche an die Kondition stellen als z.B. das Riesengebirge.

Zum Teil sind auf den Wanderungen viele Höhenmeter zu bewältigen. In diesem Hinblick ist die Hohe Tatra durchaus mit den Alpen zu vergleichen.

Apropos Höhe: Wegen der mit der Höhe verbundenen Risiken und aus Naturschutzgründen dürfen Gipfel im Nationalpark nur auf Wanderwegen frei bestiegen werden. Ansonsten gilt Bergführerpflicht.

Wegen der Höhe ist mein Rat an Sie, Ihre Busreisegäste mit einem leichten Einstig beginnen zu lassen. Da wäre zum Beispiel der Oswald-Balzer-Weg zum traumhaft schön gelegenen türkisblauen Bergsee Meeresauge (Morskie Oko) oder den Fünf Polnischen Seen. Am Ziel befinden sich Berghütten, in denen man auch übernachten kann.

Polens mit 2499 Metern höchster Berg, der Rysy (Meeraugspitze), ist so attraktiv, dass er in der Hauptsaison fast schon überlaufen ist. Die Aussicht vom Dach Polens ist aber dennoch derart grandios, dass sich jede Mühe lohnt: Gleich drei Gipfel zieren den Berg. Von diesen liegen zwei in der Slowakei, darunter auch der mit 2504 Metern höchste. Ein weiterer lohnenswerter Gipfel ist der 1987 Meter hohe Kasprowy Wierch, auf den auch eine Seilbahn führt. Sportliche Wanderer nehmen den 14 Kilometer langen Rundweg unter der Seilbahn zum Gipfel und weiter über die Hütte Muranowiec zurück ins Tal. Dabei sind beim Auf- und Abstieg jeweils rund 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Doch die großartigen Ausblicke lohnen die Anstrengung. Etwas weniger anstrengend ist die Tour auf Zakopanes Hausberg, der 1126 Meter hohe Gubałówka, der gleichfalls mit der Seilbahn erreichbar ist. Der Blick von dort oben auf Zakopane ist atemberaubend.

Zu sehen ist der Blick vom Butorischen Loch auf die Tatra und Zakopane, Bild: Jerzy Opioła
Zakopane, Blick vom Butorischen Loch auf die Tatra und Zakopane , Bild: Jerzy Opioła

Klettertouren müssen im Nationalpark grundsätzlich bei der Nationalparkverwaltung angemeldet werden. Außerdem muss dort die genaue Route angegeben werden sowie das genaue Ziel und die Ankunftszeit. Erlaubt werden nur Touren von Organisationen wie den Alpenvereinen. Beliebte Kletterziele sind die Wände und Spitzen des Großen Buchentalturms (Wielka Buczynowa Turnia) und der Mengsdorfer Kanzel (Kazalnica Mięguszowiecka). Besonders die Ostwand 500 Meter über dem Bergsee Schwarzer See (Czarny Staw pod Rysami) ist ein wahres Kletterparadies. Weitere Ziele für Kletterer sind der Mönch (Mnich) und der Hintere Mönch (Zadni Mnich).

Der wohl schönste, aber auch schwierigste Wanderweg Polens ist der Adlerweg (Orla Perć). Der nur rund 4,5 Kilometer lange Höhenweg ist der schönste Kammweg der Hohen Tatra. Er führt vom Zawrat-Sattel über zahlreiche Gipfel. Er erreicht seinen höchsten Punkt auf 2291 Meter am Kozi Wierch und endet am 2112 Meter hohen Krzyżne-Sattel. Hier findet der Alpinist alles, was das Bergsteigerherz begehrt. Der Weg ist an den anspruchsvollsten Stellen als Klettersteig mit Ketten und Leitern gesichert. Diese Tour sollten Sie nur erfahrenen Bergsteigern anbieten.

Hier noch ein Tipp: In der Hohen Tatra gibt es zahlreiche Höhlen, von denen einige besichtigt werden dürfen. Die Frosthöhle (Jaskinia Mroźna) ist 773 Meter lang und befindet sich im Kościeliska Tal. Sie ist die einzige Höhle mit Beleuchtung in der polnischen Tatra. Sie ist über einen schwarz gekennzeichneten Wanderweg von der Alm Alte Kościeliska im Kościeliska Tal aus zugängig.

Die Hohe Tatra können Sie u.a. auf folgender Reise besuchen: Beeindruckende Beskiden, Traumhafte Hohe Tatra.

Mythische Berglandschaften in Polen

Sie wollen Ihren Busreisenden etwas Mythisches oder Märchenhaftes in Polens Bergwelt bieten? Da habe ich etwas für Sie: das Riesengebirge mit seinen Legenden und Sagen. Weit über die Grenzen Schlesiens hinaus bekannt ist längst Rübezahl, der Berggeist, der je nach Lust und Laune in vielen Gestalten auftauchen konnte. Mal trat er als Stein auf, mal als Baumstamm oder als Bettelmönch. Er war gut zu Menschen, die ihm freundlich gegenübertraten, bösen Menschen schickte er Blitz, Donner und alle erdenklichen Plagen.

Rübezahls Reich kennenlernen können ihre Reisegäste auf dem Rübezahl-Wanderweg. Er beginnt in Schreiberhau und führt zu mystischen Orten in Rübezahls Reich. Dieses umfasst auch das Hirschberger Tal, denn der Berggeist war nicht nur auf den Gipfeln heimisch. Führen Sie deshalb Ihre Reisenden z.B. auch nach Fischbach (Karpniki), wo Rübezahl Raubritter Prótzko den Bau des dortigen Gutshauses ermöglichte.

Zu sehen ist die Stabkirche Wang in Krummhübel, Bild: Stefan Kühn
Krummhübel, Stabkirche Wang, Bild: Stefan Kühn

Sie sehen, Polens Bergregionen bieten vielfältige touristische Möglichkeiten: traumhafte Landschaften, viele Geschichten, tolle Sportmöglichkeiten. Wenn Sie dazu noch Fragen haben oder eine Beratung wünschen, wenden Sie sich gerne an die Experten des brylla-Teams. Dort erfahren Sie auch alle Besonderheiten, die für den Aufenthalt im Nationalpark Hohe Tatra gelten.

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