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Die sieben neuen Wunder Polens (Teil 2)

Philharmonie Stettin (Foto: DrKssn)
Philharmonie Stettin (Foto: DrKssn)

Heute geht es weiter in der Reihe: Die sieben neuen Wunder Polens. Gewählt wurden sie von den Lesern der polnischen Ausgabe des „National Geographic Traveler-Magazins“ – und bessere Experten für lohnende Reiseziele in Polen als waschechte Polen gibt es wohl kaum. Im letzten Artikel habe ich Ihnen die Plätze sieben bis fünf vorgestellt. Folgen Sie mir heute zu den schönsten neuen Wundern Polens, die es auf Platz vier bis Platz eins gebracht haben:

Platz 4 – Die neue Philharmonie von Stettin

Das neue Gebäude der Philharmonie in Stettin (Szczecin) sorgte für Furore, und das begann schon vor der Einweihung Ende 2014. Als ein großartiges Beispiel moderner Weltklasse-Architektur gewann die Philharmonie des katalanischen Architektenbüros Estudio Barozzi Veiga als erstes polnisches Bauwerk den renommierten Mies-van-der-Rohe-Preis für Gegenwartsarchitektur, der auch „Architektur-Oskar“ genannt wird. Der spektakuläre Bau mit den vielen stilisierten Giebeln und der weißen Außenhaut wurde mitten in der Stadt am historischen Ort errichtet. Das Weiß der Fassade erinnert an Stettins maritime Vergangenheit mit den Großseglern, die Dachgiebelelemente korrespondieren mit den Fassaden der alten Handelshäuser. Am spektakulärsten wirkt die Philharmonie nachts, wenn die Fassade in wechselnden Farbtönen angestrahlt wird.

Philharmonie Stettin (Foto: Kapitel)
Philharmonie Stettin (Foto: Kapitel)

Die neue Philharmonie in Stettin steht in der Tradition europäischer Konzerthäuser. Das Gebäude wurde allerdings weitergedacht: es ist eine multifunktionale Kultureinrichtung. Aber hauptsächlich ist der Bau natürlich das neue Zuhause der 1948 gegründeten Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie.

Mein Tipp: Das Orchester ist auch in Deutschland bestens bekannt. Bieten Sie Ihren Reisenden bei einer Übernachtung in Stettin einen Konzertbesuch an. Eine fantastische Akustik in dem auch im Inneren spektakulären Bau ist eine tolle Abrundung eines interessanten Reisetags.

Filharmonia Szczecin
ul. Malopolska 48
70-515 Szczecin
www.filharmonia.szczecin.pl

Platz 3 – Die Friedenskirche von Schweidnitz (Świdnica)

Die Fachwerkkirche in Niederschlesien ist die größte Holzkirche Europas und keineswegs unbekannt, denn sie steht seit dem Jahr 2002 auf der UNESCO-Welterbeliste. Die Friedenskirche ist die größte Holzkirche in Europa. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648, der den 30-jährigen Krieg beendete, musste die evangelische Kirche in Schlesien alle ihre Gotteshäuser an die katholische Kirche übereignen. Erlaubt wurde vom österreichischen Kaiser Ferdinand nur der Bau von drei evangelischen Kirchen, von denen eine in Schweidnitz errichtet wurde. Der Breslauer Architekt Albrecht von Saebisch schuf trotz der Beschränkungen auf die Baumaterialien Holz und Lehm und einem Standort außerhalb der Stadt eine grandiose Fachwerkkonstruktion mit einer Fläche von 1.090 Quadratmeter für 5.000 Gläubige, das 1658 fertiggestellt war.

Friedenskirche Schweidnitz (Foto: Wisniowy)
Friedenskirche Schweidnitz (Foto: Wisniowy)

Um in dieser Kirche so viele Gläubige unterzubringen, wurde sie wie ein Theater gestaltet: mit Rängen, auf denen die Besucher übereinander sitzen. Das Innere wurde im Barock schwelgend mit Szenen aus der Bibel, Wappen schlesischer Familien und Pflanzenornamenten dekoriert. Beeindruckend ist neben den Malereien auch die grandiose Orgel der Kirche.

Mein Tipp: Machen Sie mit Ihren Reisenden eine Kaffeepause im Boroccafe neben der Kirche, bei der Ihre Reisenden im Sommer im Garten und im Winter am Kaminfeuer Snacks genießen können. Gruppen können vorangemeldet werden über die unten stehende Adresse oder die Telefonnummer +48 601 096 228.

Kościół Pokoju w Świdnicy
Parafia Ewangelicko – Augsburska
pl. Pokoju 6
PL 58 -100 Świdnica
http://www.kosciolpokoju.pl

Platz 2 – Das Live-Porzellanmuseum in Ćmielów

Auf Platz zwei der Wahl zur Liste der „7 neuen Wunder Polens“ wurde das außerhalb von Polen relativ unbekannte Live-Porzellanmuseum gewählt. Ćmielów, die kleine Stadt an der Kamienna, liegt in der südpolnischen Woiwodschaft Heiligkreuz. Sie ist knapp 10 Kilometer von Ostrowiec Świętokrzyski entfernt landschaftlich sehr schön am Rand der Hochebene von Sandomierz und des Iłża-Bergvorlandes gelegen. Bekannt hat das Städtchen die Porzellanfabrik gemacht, in der bis heute hochwertiges Porzellan mit handgemalten traditionellen Mustern produziert wird. Der derzeitige Renner der Porzellanfabrik ist der kreative Porzellanschmuck.

Im Museum der Porzellanfabrik können Ihre Reisenden nicht nur eine Sammlung dort hergestellter zeitgenössischer Porzellanfiguren bewundern, sondern ihr Lieblingssouvenir aus der Sammlung von Porzellan-Kunstwerken auch erwerben. Ein informativer Film über Ćmielów wird im 22 Meter hohen alten Brennofen vorgeführt. Im seit 2005 bestehenden Live-Museum kann der Besucher den gesamten Produktionsprozess des Porzellans in Echtzeit miterleben. Und nicht nur das: Ihre Reisenden können auch selbst kreativ werden und für sich selbst ein Porzellan-Kunstwerk anfertigen.

Porzellanfabrik – „Lebendiges Porzellanmuseum”
(Fabryka Porcelany AS, „Żywe Muzeum Porcelany”)
ul. Sandomierska 243
27-440 Ćmielów
Tel./Fax. +48 15 861 20 21
www.turystyka.cmielow.com.pl

Platz 1 – Das Potocki-Schloss in Radzyn Podlaski

Schloss Potocki (Foto: Jackowy)
Schloss Potocki (Foto: Jackowy)

Fast ein Drittel der Teilnehmer an der Wahl der sieben Wunder Polens stimmten für das Potocki-Schloss in Radzyn Podlaskie in der Woiwodschaft Lublin. Damit wurde es mit Abstand auf den ersten Platz gewählt. Von 1441 bis zur polnischen Teilung von 1795 gehörte der Ort den Potockis, einer der mächtigsten und einflussreichsten Adelsfamilien Polens. Vor dem heutigen Schloss stand auf diesem Platz bereits eine im 15. Jahrhundert von der Adelsfamilie Kazanowski erbaute mittelalterliche Burg. Ausgeweitet und umgebaut wurde die Burg Mitte des 16. Jahrhunderts von der Familie Mniszech zunächst im Renaissancestil. Die nächste Aus- und Umbauphase begann unter Antoni Szczuki. Der königliche Architekt August Locci begann im Jahr 1685 mit der Umgestaltung des Schlosses. Bis 1709 wurde es zu einer prächtigen, repräsentativen Barockresidenz mit Verteidigungscharakter ausgebaut.

Weitergeführt wurden die Arbeiten unter Eustachy Potocki, dem Ehemann der Szczuki-Enkelin Marianna Kątski. Beauftragt mit dem Umbau war wiederum August Locci. Die Arbeiten wurden 1759 abgeschlossen. Ab 1755 war von Jakub Fontana mit der Anlage des großen Parks begonnen worden. Es entstand eine der großartigsten barocken Schlossanlagen ganz Europas. Das Schloss wurde zweimal stark beschädigt und wieder aufgebaut. Einmal wurden 1915 durch die Truppen des Zarenreichs große Schäden verursacht und 1944 von der Wehrmacht. Dazwischen war das Schloss im polnisch-sowjetischen Krieg 1920 Hauptquartier von General Edward Rydz-Śmigły.

Seit dem 2. Juli 2015 ist das Schloss nun im Besitz der Stadt Radzyn Podlaski. Damit ist nun für alle Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie für künftige Nutzungsplanungen immer ein Ansprechpartner vorhanden, der auch entscheiden kann.

Urząd Miasta w Radzyniu Podlaskim
ul. Warszawska 32
21-300 Radzyń Podlaski
E-mail: sekretariat@radzyn-podl.pl
http://www.radzyn-podl.pl/turystyka/zabytki/palac-potockich.html

Unter diesen sieben Wundern Polens finden Sie auch Ziele, die noch kaum einer Ihrer Konkurrenten im Reiseprogramm hat. Wir, das Team von brylla reisen, helfen Ihnen gern dabei, Ihre Reiserouten zu optimieren und eins oder mehrere dieser Ziele einzuplanen und die Details zu organisieren. Fragen Sie uns.

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