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Zu sehen ist das Rathaus in Sandomierz, Bild: Jakub Hałun
Sandomierz, Rathaus, Bild: Jakub Hałun

Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten [April 2022] – Lust auf Renaissance, Äpfel und Berge?

Ich hatte mich bereits in zwei weiteren Artikeln mit den kleinen Schönheiten Polens beschäftigt. Im Beitrag „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten“ setze ich das fort. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Einfluss Renaissance, Äpfel und Berge auf die Schönheit der Städte haben.

Besonders Reiseveranstalter, Reisebüros und Reiseleiter mit einem Fokus auf Gruppenreisen dürften hier fündig werden. Aber auch für Privatkunden gibt es gute Tipps für den Urlaub oder die sonstige Reise nach Polen.

Nachdem wir bereits den Westen und das Landesinnere gestreift haben, begeben wir uns nun in das kleinste Hochgebirge der Welt, die Hohe Tatra. Sie werden feststellen, dass in Polen auch für die Berge die Devise „klein ist schön“ uneingeschränkt gilt. Und die Devise gilt auch für Zakopane, die erste Stadt, die ich in diesem Beitrag vorstelle.

Danach folgen wir der aus der Tatra entspringenden Weichsel bis zu der ältesten Apfelregion Polens. Hier findet sich mit deren Hauptstadt Sandomir (Sandomierz) die zweite Stadt des Beitrags.

Abschließend machen wir einen kurzen Abstecher in die architektonische Perle des Ostens unseres Nachbarlandes. Dort finden Ihre Gäste die atemberaubende Idealstadt der Renaissance – Zamość. Alle drei Orte gehören definitiv auf die Liste „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten.“

Die Winterhauptstadt Polens: Zakopane

Der Winter ist gerade vorbei. Dennoch bricht für viele Reiseveranstalter schon jetzt die Zeit an, sich auf die Suche nach etwas Besonderem für ihre Reisegäste zu begeben. Im Idealfall sollte es etwas sein, was nicht nur Komfort und unvergessliche Erlebnisse garantiert, sondern auch etwas „Besonderes“ bietet.

Zu sehen sind ein Panorama der Hohe Tatra und Zakopane, Bild: Jerzy Opioła
Zakopane und Panorama der Hohe Tatra, Bild: Jerzy Opioła

Und falls Sie gerade an weit entfernte exotische Orte denken, hole ich Sie gerne nach Mitteleuropa zurück. Und zwar in das kleinste Hochgebirge der Welt mit seiner Hauptstadt Zakopane – einem modernen und quirligen Urlaubsort im Süden von Polen. Ein Ort der definitiv auf die Liste „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten“ gehört!

Mal was anderes

In der Tat denken die meisten Deutschen, wenn sie über europäisches Hochgebirge nachsinnen, an die Alpen. Eventuell lassen sie die Gedanken noch bis in die iberischen Pyrenäen schweifen.

Die Hohe Tatra hingegen kommt den wenigsten in den Sinn. Für Sie als Reiseveranstalter ist das von Vorteil. So haben Sie gleich eine positive Überraschung im Angebot.

Die Lage und Infrastruktur

Zakopane ist die inoffizielle Hauptstadt der Hohen Tatra und des polnischen Winters. Sie liegt unweit der Grenze zur Slowakei, ganz im Süden Polens. Sie ist von alpin anmutenden Bergen umgeben, die jedoch gar nicht alpin sind. Jedenfalls nicht strenggenommen. Im übertragenen Sinne können sie es allerdings mit den Alpen durchaus aufnehmen.

33_Zakopane_Villa-Koliba-Winter_Agnieszka-Baranowska
33_Zakopane_Villa-Koliba-Winter_Agnieszka-Baranowska

Und zwar sowohl in Bezug auf die Naturkulisse als auch hinsichtlich der ausgezeichneten touristischen Infrastruktur. Hierher zieht es jährlich ca. zwei Millionen Besucher. Mit einigen Gipfeln, die über 2000 Meter emporragen, erfüllt die Hohe Tatra zudem zweifelsohne die Kriterien dessen, was man sich unter einem Hochgebirge vorstellt.

So weit weg und doch so nahe

Zakopane mag auf den ersten Blick weit weg von Deutschland liegen. Tatsächlich ist aber die Entfernung von Berlin bis hierher in etwa so groß wie die Strecke nach Garmisch-Partenkirchen. Eine Distanz, welche mit einem Bus über die gut ausgebauten Straßen Südpolens problemlos zu bewältigen ist.

Natur Deluxe

Wandert man die Flaniermeile „Krupówki“ entlang, auf die wir noch zu sprechen kommen, wirkt die Umgebung von Zakopane sehr hochgebirgig. Das liegt in erster Linie an dem König von Zakopane, wie der Berg Giewont manchmal genannt wird. Seine spektakuläre Nordwand kann man von der Stadt aus besonders gut sehen. Sie ist der Einstieg in die überwältigenden Naturhighlights der Stadt und der Hohen Tatra.

Den erlebnishungrigen Naturliebhabern begegnen hier auf Schritt und Tritt schneebedeckte, felsige Gipfel, Gletscher- und Bergseen sowie Nadelwälder. Trotz des Touristenandrangs wird die Unberührtheit der Umgebung stets durch das UNESCO-Biosphärenreservat gewährleistet. Dieses umfasst einen Großteil der Hohen Tatra.

Freizeit-, Sport- und Wellnessangebote

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Zakopane bietet zu jeder Jahreszeit eine Fülle an Aktivitäten, die selbst die Anspruchsvollsten unter Ihren Reisegästen zufrieden stellen werden.

Für ausgiebige Wander- und Radtouren stehen gut ausgebaute und nach Schwierigkeitsstufen variierende Wanderwege jahreszeitenunabhängig zur Verfügung. Bergklettern und Gleitschirmfliegen ist ebenfalls über große Jahresteile hinweg möglich. Und im Winter lockt der Wintersport.

Zu sehen ist Kasprowy Wierch in der Nähe von Zakopane, Bild: Opioła Jerzy
Zakopane, Kasprowy Wierch, Bild: Opioła Jerzy

Und wer das Bergklettern scheut, aber dennoch Zakopane und seine Umgebung vom Gipfel eines hohen Berges bewundern möchte, der kann das gleich in zweifacher Weise tun. Die Gipfel vom „Kasprowy Wierch“ und „Gubałówka“ lassen sich auch ganz bequem und praktisch mit einer modernen Seilbahn erreichen. Sie bieten einen unvergesslichen Panoramablick auf die Stadt mitsamt Umland. Erfahrungsgemäß bietet es sich an, die Tickets für die Seilbahnen im Voraus im Internet zu buchen. Das erspart die mitunter sehr langen Wartezeiten an den Kassen.

Skiurlaubern stehen diverse Pisten sowie viele Möglichkeiten zur Verfügung, den Skitag in gemütlichen (oder wahlweise belebten) Après-Ski-Lokalen ausklingen zu lassen.

Auch für die Entspannung bietet Zakopane alle nötigen Angebote. Dafür sorgt unter anderem eine Vielzahl an Wellnesshotels, deren vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot keine Wünsche offen lässt.

Lokalkolorit

Die Hohe Tatra ist die Heimat von Janosik, dem legendären polnisch-slowakischen Pendant zum Robin Hood. Er ist auch in Deutschland, insbesondere im Osten, dank der in den 1970er Jahren ausgestrahlten TV-Serie einigen Menschen bekannt.

Die Sage um den Räuberführer, der im frühen 18. Jahrhundert „den Reichen nahm, um den Armen zu geben“, ist in ganz Polen nach wie vor präsent. Sie trägt zur landesweiten Beliebtheit der regionalen Bergtrachten bei.

Zu sehen ist das Meerauge in der Hohen Tatra, Bild: Aneta Pawska
Zakopane, Meerauge in der Hohen Tatra, Bild: Aneta Pawska

In der bereits erwähnten Flaniermeile Zakopanes, den sogenannten Krupówki, bekommen Ihre Reisegäste die Möglichkeit, eine von diesen Trachten zu erwerben. Darüber hinaus könnten Sie eventuell ein Foto mit einem in Polen nicht minder bekannten Eisbären erhaschen. Aber ich möchte hier nicht allzu sehr ins Detail gehen. Sonst würde ich Ihnen die Überraschung verderben.

Shopping, Kultur und Kulinarisches

Krupówki bietet auch über den Lokalkolorit hinaus einiges. Das zu jeder Jahres- und Tageszeit gut besuchte Schaufenster der Stadt ist mit Restaurants und Geschäften bespickt, die Waren und Dienstleistungen für sämtliche Geldbeutelgrößen anbieten.

Sollten Ihre Reisegäste in einer der hier zahlreich angesiedelten Gaststätten einkehren, müssen Sie unbedingt die regionalen Lammfleischspezialitäten probieren. Abrunden sollten Sie Ihr schmackhaftes Mahl in jedem Fall mit Oscypek – einem geräucherten Schafskäse. Er hat es sogar auf die Liste traditioneller Produkte der Europäischen Union geschafft und rühmt sich einer EU-geschützten Herkunftsbezeichnung.

Sie merken schon – Zakopane hat viel zu bieten. Dabei ist die Aufzählung der Aktivitäten und Freizeitmöglichkeiten, die die Stadt und die Umgebung mit sich bringen, noch lange nicht am Ende.

Falls Ihre Reisegäste nach weiteren Angeboten und Anregungen suchen, werden Sie in Zakopane mit seiner Vielzahl an Museen und Freizeiteinrichtungen garantiert fündig. Ein Mini-Zoo, ein Miniaturpark, ein Aquarium sowie ein Schneelabyrinth sind nur einige wenige, die ich an dieser Stelle nennen möchte.

Ein weiteres absolutes Highlight sollte allerdings gesondert erwähnt werden. Die Rede ist vom Weltcup im Skispringen, der auf der Schanze Wielka Krowkiew ausgetragen wird. Der Weltcup zieht jährlich Zuschauermassen an, die selbst die in Willingen und Garmisch-Partenkirchen in den Schatten stellen. Ich versichere Ihnen, dieser Wettbewerb lässt nicht nur die Herzen der Wintersportfans höher schlagen.

Wer einmal herkommt, der kommt immer wieder. Wir helfen Ihnen gern diese Erfahrung auch Ihren Reisekunden zuteilwerden zu lassen.

Sie möchten noch mehr dazu lesen? Ein Bericht über die Hohe Tatra findet sich auch bei Polen.pl.

Sandomierz

Wollten Sie schon immer mal Ihre Reisegäste in eine Stadt entführen, die sich malerisch an einen großen Fluss schmiegt und die mit einer schöne Altstadt mitsamt prächtigem Rathaus und einer mittelalterlichen Burg punktet? Nun denn, herzlich willkommen in Sandomir!

Die Lage

Die Stadt Sandomir (Sandomierz) liegt mit ihren knapp 25 000 Einwohnern im Osten der Wojewodschaft Heiligkreuz, die ihrerseits im Südosten Polens verortet ist. Sie wird als „Klein Rom” bezeichnet, weil sie, ähnlich wie die Hauptstadt Italiens, auf sieben Hügeln erbaut ist.

Zu sehen ist das Schloss in Sandomierz, Bild: Jakub Hałun
Sandomierz, Schloss, Bild: Jakub Hałun

Sandomir zählt zu den ältesten Städten Polens. Gleiches gilt im Übrigen für die gesamte Region, welche bereits in der frühen Steinzeit besiedelt war. Wie archäologische und paläontologische Ausgrabungen beweisen, lebten hier vor mehr als 50.000 Jahren die ersten Europäer – die Neandertaler. Hier fand man darüber hinaus viel ältere Spuren von Wirbeltieren, die wohl als erste den Schritt vom Wasser aufs Land wagten.

Die Geschichte von Sandomir selbst beginnt allerdings vor einem Jahrtausend. Das ist nicht ganz so alt wie der Rom, aber dennoch durchaus ehrwürdig.

Geschichte

Die günstige Lage unmittelbar an der Weichsel, die als die Königin der polnischen Flüsse bezeichnet wird, bedingte die Entstehung eines ersten Fürstensitzes im 11. Jahrhundert. Eine Furt, die eine sichere Überquerung des Flusses ermöglichte, fruchtbare Böden, schließlich die vielen an dieser Stelle zusammenlaufenden Handelswege, führten zum raschen Aufstieg der Siedlung.

Sandomir wurde bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts in einem Atemzug mit Krakau und Breslau als eine der wichtigsten Städte Polens erwähnt. Doch ihre Blütezeit sollte die Stadt mit dem Getreidehandel erleben. Dieser wurde insbesondere im 16. Jahrhundert überwiegend über die Weichsel abgewickelt. Und das bescherte Sandomir und seinen Kaufleuten ein enormes Vermögen.

Der einstige Reichtum der Stadt kann Ihre Reisegäste noch heute entzücken. Dieser trotzte nämlich den Wirrungen der Geschichte und manifestiert sich bis in die Gegenwart in der reizenden Architektur der Stadt an der Weichsel.

Apfel- und…

Wenn man die Geschichte Sandomirs thematisiert, kommt man nicht umhin über Äpfel zu sprechen. Denn die Apfelplantagen, die die Stadt umgeben, zählen zu den ältesten in Polen. Mit 15.000 Hektar Fläche gehören sie zudem zu den größten des Landes.

Die ersten Apfelgärten wurden bereits im 12. Jahrhundert von den Zisterziensern angelegt. Bis heute sind einige von den damals kultivierten Sorten auf dem Markt.

Eine 200 Kilometer lange Wanderroute ermöglicht Gruppenreisen mit den schönsten und größten Attraktionen des Anbaugebiets auf Tuchfühlung zu gehen. Die zahlreichen Objekte, welche die Route umfasst, sind in vier Kategorien unterteilt: schmackhaft, künstlerisch, Wein- und Agrartourismus. Alle Reisegäste finden hier also mühelos etwas für sich. Die besonders hungrigen unter ihnen können sich ansonsten bei dem quirligen alljährlichen Apfelerntefest im nahegelegenen Obrazów sattessen.

… Weinregion

Wer von Äpfeln genug hat, findet im regionalen Wein gegebenenfalls eine willkommene Abwechslung.

Zu sehen ist das Priesterseminar in Sandomierz, Bild: SchiDD
Sandomierz, Priesterseminar, Bild: SchiDD

Denn auch der Weinanbau hat in Sandomir eine lange Tradition. Schon im 13. Jahrhundert wurde er hier nachweislich erfolgreich praktiziert.

Gegenwärtig erlebt der Weinbau eine Renaissance. Erlebbar ist dies auf einer 60 Kilometer langen Weinroute, die ähnlich ihrer Apfelcousine durch die wunderschön gelegenen Objekte des Anbaus führt. Die Früchte der wiederbelebten Vinifizierung Sandomirs kann man übrigens in den zahlreichen Restaurants der Altstadt kosten.

Altstadt

Eine Stadt wie Sandomir, die auf eine lange und belebte Geschichte zurückblickt, hat städtebaulich selbstredend viel zu bieten. Allein der mittelalterliche Stadtkern, einer der besterhaltenen in ganz Polen, ist eine mit Highlights bestückte Augenweide. Neben dem aus dem Jahre 1349 stammenden Rathaus sticht die kurz darauf errichtete Kathedrale Mariä Geburt hervor.

Diverse Bauepochen reihen sich in der Stadt aneinander und bilden ein einzigartiges Ensemble. Das bereits erwähnte Rathaus steht dabei Modell für die architektonische Fülle Sandomirs. Sein Grundbau ist gotisch, aber das Gebäude weist zusätzlich einige Elemente aus der Renaissance und dem Barock auf.

Die unterirdische Trasse, die durch zahlreiche und bis zu 12 Meter tiefgelegene Kellergewölbe führt, in denen einst Wein und andere Waren gelagert wurden, ergänzt das attraktive und abwechslungsreiche Bild des historischen Stadtkerns.

Weitere Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Abseits der Altstadt, am Ufer der Weichsel, thront die Burg von Sandomir. Sie wurde vom polnischen König Kasimir dem Großen im 14. Jahrhundert erbaut und sollte die Stadt vor militärischen Bedrohungen schützen. Heute dient die Festung als ein Museum mit interessanten und wechselnden Ausstellungen und bietet einen weitläufigen Blick auf die Weichsel und den Alten Hafen.

Apropos Hafen. Wie wäre es denn mit einer Flussfahrt auf der Weichsel an Bord der “Sandomierka“, einem einzigartigen Nachbau eines traditionellen Bootes, in welchem früher Getreide von Sandomir nach Thorn und Danzig befördert wurde?

Zurück an Land gebietet es sich, das Opatower Tor zu besichtigen. Dieses bot einst, ähnlich wie die Burg, der Stadt und ihren Bewohner Schutz vor Angriffen der Litauer und Tataren. Heute stellt der aus dem 14 Jahrhundert stammende Bau eins der Wahrzeichen der Stadt dar und bietet für jene, die ihn besteigen, eine tolle Aussicht auf die Altstadt.

Eine Stadttour, besonders an solchen Orten wie Sandomir, hat ihren Reiz. Doch auch naturfreudige Gruppenreisen kommen in Sandomir vollends auf ihre Kosten. Neben den Apfel- und Weingebieten sorgt die spektakuläre St. Hedwig-Schlucht sowohl für unvergessliche Eindrücke als auch für Abkühlung an heißen Sommertagen. Dabei ist sie mit ihren 500 Metern zwar die längste, aber keineswegs die einzige Löss-Schlucht der Stadt.

Zum Abschluss

Sandomir zeichnet sich durch eine unvergleichliche Stimmung und einmalige Atmosphäre aus. Die malerischen Gassen der Stadt und ihre zahlreichen kunstvollen Baudenkmäler haben eine Seele, die nicht gelesen, sondern gesehen und ertastet werden muss. Sandomir ist somit definitiv ein Must-See in unserer Reihe „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten “ und liefert der Behauptung „klein ist schön“ eine weitere, äußerst reizvolle Bestätigung.

Neben der Stadt und ihrer direkten Umgebung ist die gesamte Region für vielschichtig interessierte Gruppenreisen sehr zu empfehlen. Sie brilliert mit Natur- und Kulturschätzen, die in Deutschland vielfach unbekannt sind. Nicht zuletzt deswegen brachten wir sie unseren Lesern schon einmal näher. Ausführlicheres über die touristisch interessante Wojewodschaft Heiligkreuz, in der Sandomir liegt, finden sie auch in diesem Beitrag.

Ein Geheimtipp zum Ausklang

Wenn man den Begriff „Idealstadt“ recherchiert, bekommt man zumeist recht komplizierte Begriffserklärungen, die von abstrakten Städten und sozialutopischen Vorstellungen ihrer Erbauer handeln. Dabei könnte die Definition einer Idealstadt doch so einfach lauten: Zamość!

Zu sehen sind das Rathaus und der Großer Markt in Zamość, Bild: MarW
Zamość, Rathaus und Großer Markt, Bild: MarW

Die Stadt Zamość liegt im Osten Polens, nahe der ukrainischen Grenze. Sie ist zu Beginn des 17. Jahrhundert auf Geheiß des polnischen Aristokraten Jan Zamoyski entstanden. Er beauftragte den italienischen Architekten Bernardo Morando mit dem Entwurf und dem Bau einer gesamten Stadt.

Der unverkennbare italienische Touch des Ortes verleiht ihm seitdem den Beinamen Padua des Nordens. Die Stadt rühmt sich vieler bunter, kunstvoll verzierter Häuser, deren Fassaden jeweils eine andere Geschichte erzählen.

In diesem Sinne definiert Zamość den Spruch „wie aus dem Bilderbuch“ völlig neu. Denn im Grunde ist die Stadt das Bilderbuch selbst. Das imposante Rathaus mit seinem 50 Meter hohen Turm, die manieristische Kollegiatkirche, eins der schönsten Gotteshäuser Polens, sowie die prachtvolle Synagoge sind einige weitere Blickfänger der Stadt, die in jedem Fall in unsere Liste „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten“ gehört.

Touristische Gesamtbewertung

Alle im Beitrag genannten Städte sind zwar nicht die größten. Aber sie können in Bezug auf ihre touristische Infrastruktur mit den großen durchaus mithalten. Hier gibt es Hotels, Restaurants, Unterhaltung und auch sonst alles, was der Urlauber und Geschäftsreisende begehrt. Wenn Sie Tipps benötigen, zögern Sie nicht mich oder mein Team zu kontaktieren. In jedem Fall hoffe ich, mein Beitrag „Sehenswerte kleinere Städte in Polens Süden und Osten“ hat Sie inspiriert, bei Ihren Gruppenreisenplanungen auch mal abseits der üblichen Routen zu schauen.

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