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Zu sehen ist eine Sudpfanne, Bild: Maggie Galway
Sudpfanne, Bild: Maggie Galway

Reisezeit ist (kulinarische) Genusszeit

Reisezeit ist (kulinarische) Genusszeit. Daher stelle ich Ihnen heute den zweiten Teil meiner kulinarischen Reise durch Polen vor. Den ersten Polen-Kulinarik-Teil finden Sie hier.

Was gibt es schöneres als einen anregenden Besichtigungstag auf Ihrer Reise mit einem guten Essen ausklingen zu lassen. Dazu gehört natürlich auch das passende Getränk. Wenn Sie da etwas typisch Polnisches genießen wollen, dann finden Sie in meinem heutigen Artikel die richtigen Tipps. Seien Sie gespannt. Denn Polen ist nicht umsonst als Bier- und Wodkaland bekannt.

Polnisches Bier – Die großen und die besonderen Marken

Żywiec ist die wohl bekannteste Biersorte in Polen. Weniger bekannt ist, dass das Bierbrauen in Saybusch (Żywiec) schon im Mittelalter ein bedeutender Wirtschaftszweig war.

Zu sehen sind regionale Biere, Bild: Polska Organizacja Turystyczna
Regionale Biere, Bild: Polska Organizacja Turystyczna

Die heutige Brauerei gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Die Gruppe Żywiec gehört heute zum Heineken-Konzern.

Das meistgekaufte Bier der Marke heißt schlicht Żywiec. Hierbei handelt es sich um ein helles Lagerbier Pilsener Brauart mit einem Alkoholgehalt von 5,6 % Vol. Doch die Brauerei bietet auch andere Biere. Besonders interessant und wohlschmeckend mit einer ganzen Reihe von Aromen im Abgang ist das Żywiec Porter. Er weist einen Alkoholgehalt von 9,5% Vol. auf.

Tyskie: ist mittlerweile auch in Deutschland erhältlich und ein Bier Pilsener Brauart. Es stammt aus dem oberschlesischen Tychy. Die dortige Brauerei gehört zu den ältesten des Kontinents.

Lech: Auch Lech hat verschiedene Biere im Angebot. Das Lech Premium z.B. ist ein klassisches, süffiges Lagerbier. Es hat einen winzigen süßlichen Hauch im Abgang. Aber die Brauerei wartet auch mit einem sehr guten Pils und Mischvarianten auf. Lech gehört wie Tyskie zur Kompania Piwowarska. Diese wiederum gehört seit 2017 zum japanischen Bierkonzern Asahi.

Łomża Export: Wenn Sie auf der Suche nach einem Exportbier sind, ist meine Empfehlung Łomża Export. Denn auch Exportbier findet man in Polen durchaus in einer guten Qualität. Das „Łomża Export“ stammt aus der viertgrößten Brauerei Polens und hat einen Alkoholgehalt von 5,7% Vol. Die Brauerei im gleichnamigen Ort Łomża gehört zum deutsch-polnischen Joint Venture Van Pur. Auch in Łomża stammt die Tradition des Bierbrauens bereits aus dem Mittelalter.

Grätzer: Grätzer ist etwas Besonderes. Es handelt sich um ein Weißbier aus Grätz (Grodzisk Wielkopolski). Es wird seit dem 13. Jahrhundert zu hundert Prozent aus Weizen und Weizenmalz gebraut wird. Das Bier mit dem leicht rauchigen Abgang hat einen Alkoholgehalt von 2,6 – 3,6 % Vol.

Craft Biere in Polen

Interessant und bei Reisenden noch weitgehend unter dem Radar ist Polens muntere und vielfältige Craft-Bier-Szene. Diese erstklassigen Biere sollten Sie kosten. Und nicht selten sind sie sogar in den Hotelbars präsent.

Mehrere Dutzend Craft Bier haben unter der Marke Pinta ein Vermarktungsdach gefunden. Besonders empfehlenswert ist das Atak Chmielu, ein India Pale Ale.

Artezan war eine der ersten handwerklich geführten kreativen Brauereien in Polen. Ihr süffiges Pacific Ale ist ein Genuss. Ebenfalls interessante Biere braut die Pracownia Piwa in Krakau. Sie haben z.B. Dwa Smoki im Angebot – ein spritziges belgisches Witbier kombiniert mit einem amerikanischen India Pale Ale.

Hit der Brauerei Ursa Major nahe der ukrainischen Grenze ist das Pantokrator. Hierbei handelt es sich um ein Bier vom Typ belgisches India Pale Ale.

Zu sehen sind regionale Biere, Bild: Polska Organizacja Turystyczna
Regionale Biere, Bild: Polska Organizacja Turystyczna

Mein Tipp: Ein neuer Trend sind Bierverkostungstouren in polnischen Städten. Dabei kommen auch regionale Craft-Biere zum Zug. Mein brylla-Team informiert Sie gern über die Möglichkeiten, eine solche Tour in Ihre Bus-Reiseroute zu integrieren.

Wodka in Polen

Hochprozentiges in Polen bedeutet natürlich zuvorderst Wodka. Doch gerade da gibt es große Qualitätsunterschiede. Da man sich gerade im Urlaub der (kulinarische) Genusszeit etwas Gutes gönnen will, empfehle ich Ihnen ein paar erstklassige Wodkasorten.

Wyborowa ist einer der ältesten Wodkahersteller in Polen. Die mehrfach ausgezeichnete Premiumversion des Herstellers ist der Wyborowa Exqusite mit 40% Vol. Er hat ein sehr feines Aroma und einen milden, sehr ausgewogenen Geschmack sowie einen samtenen Abgang.

Chopin Wodka ist ein hervorragender Eastern-Style Wodka im Premium-Segment. Er wird in den Sorten Roggen, Kartoffel und Weizen angeboten. Die nach dem polnischen Komponisten bekannten Wodkas haben 40% Vol. Sie bestechen mit ihrer eleganten Ausgewogenheit und einem angenehm weichen Gefühl im Mund. Besonders der Roggenwodka eignet sich bestens für Cocktails.

Belvedere Wodka wird als Naturprodukt aus reinem polnischen Roggen und dem Wasser eines eigenen Brunnens hergestellt. Er wird am Produktionsstandort Żyrardów nach einem 500 Jahre alten Herstellungsverfahren viermal destilliert. Bei den Premiumsorten Intense Single Real Estate Rye Vodka mit 40% Vol. kann sogar ausgesucht werden, aus welcher Region der Roggen stammt.

Kruk Wodka ist eine der interessantesten neueren Wodkamarken. Den Wodka mit dem Raben wird aus hochreinem Alkohol in zwei Sorten in einer Manufaktur destilliert. Ein Sorte wird aus polnischen Kartoffeln und eine aus polnischem Roggen hergestellt. Die Idee zu diesem Wodka ist im Gutshaus und Hotel Eichmedien (Nakomiady) entstanden. Deren Eigentümer betreibt auch die dortige Porzellan- und Kachelofenmanufaktur. Der Wodka hat 41,6% Vol., er kratzt nicht und ist mild im Abgang und duftet zart.

Zu den beliebtesten und besten aromatisierten Wodkas gehört der Zytniowka Gorzka. Hierbei handelt es sich um einen bernsteinfarbenen Wodka mit langer Tradition. Er ist mit Kräutern und Gewürzen aromatisiert, die ihm ein einzigartiges Aroma und einen süßlich-würzigen Geschmack verleihen. Am besten schmeckt er auf Eis.

Danziger Goldwasser

Neben Wodka wird auch das Danziger Goldwasser gerne getrunken. Das Goldwasser wurde schon 1598 von der Danziger Firma „Der Lachs“ erstmals hergestellt. Der vermutlich älteste Gewürzlikör der Welt hat eine Besonderheit. In seinen Flaschen schwimmen Flocken aus 22-karätigem Gold. Für den einzigartigen Geschmack sorgen über 20 Kräuter- und Wurzelarten, die sich im reinen Wodka zu einem süßen, aber würzigen Geschmack vereinen. Der Likör weist einen Alkoholgehalt von 40% Vol. auf.

Haben Sie Fragen zu Polenreisen? Interessieren Sie sich für Bierproben? Oder haben Sie Interesse an einer Wodka-Verkostung? Dann wenden Sie sich gerne an mein brylla-Team. Wir beraten Sie unverbindlich.

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