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Marek Brylla von brylla reisen
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ITB 2016 – Tipps und Trends für Reiseprofis

Logo ITB (© ITB)
Logo ITB (© ITB)

Lesen Sie im heutigen Beitrag, welche Reisetrends es gibt. Außerdem erhalten Sie Tipps, wie Sie das Beste für sich daraus machen können. Die aktuellen Infos über die Reisetrends habe ich aus dem geballten Wissen vom Besuch der diesjährigen ITB extrahiert. Ein Hinweis: Ich muss gestehen, dass ich die Trends und Tipps aus meiner Perspektive (mit dem Fokus auf den Themen „Incoming Polen“, „Gruppenreisen Polen“ und „Rundreisen Polen“) darstelle. Aber: Die Zusammenfassung hat natürlich auch allgemein Gültigkeit. Mein Artikel „ITB 2016 – Tipps und Trends für Reiseprofis“ sollte für Sie also in jedem Fall eine spannende Lektüre sein. Sicher auch für diejenigen von Ihnen, die selber auf der ITB waren: Weil vier Augen mehr wahrnehmen als zwei.
Die meisten kennen sie: Die ITB ist die weltweit führende Messe der internationalen Reiseindustrie mit rund 10.000 Ausstellern aus 186 Ländern auf 160.000 Quadratmetern. Diese Messe hat eine weitreichende Bedeutung für die Tourismusindustrie. Das lässt sich schon daran sehen, dass sie in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiern konnte. Und auch in diesem Jahr wurde die ITB mit dem Berlin Kongress und viel Input von theoretischem Hintergrundwissen ergänzt. Es gab Vorträge, Diskussionen und Workshops zu den Themen „ITB Future Days“, „ITB Hospitality Days, „ITB Marketing and Distribution Days“, „ITB MICE Days“, „ITB CSR Days“.

Theorie und Praxis

Marek Brylla von brylla reisen
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Für mich persönlich ist auch dieses theoretische Hintergrundwissen wichtig. Ich fahre auf die ITB nicht nur, um geschäftliche Netzwerke zu knüpfen und zu pflegen oder Geschäftsabschlüsse zu tätigen. Ich möchte hier auch Neues erfahren. Drei Fragen stehen für mich dabei im Vordergrund: Wie kommen die Reisen zum Kunden? Wie müssen die Reisen aussehen, damit der Kunde sie kauft und zufrieden zurückkommt? Und: Welche Möglichkeiten bietet der Markt?

Mit allen drei Fragen beschäftige ich mich schon seit Jahren. Ich gestalte und verkaufe Rund- und Gruppenreisen nach Polen (siehe auch mein Beitrag zur Organisation von Gruppenreisen). Und weil ich auch weiterhin Erfolg haben möchte, richte ich mich auf die wichtigen Trends ein. Zu diesen Trends konnte ich auch auf der diesjährigen ITB viel Neues erfahren. Zwei Trends möchte ich Ihnen etwas genauer vorstellen.

Trend „Digitalisierung“

Für jeden von uns ist der Trend der „Digitalisierung“ erfahrbar – nicht nur im Reisegeschäft. Jeder von uns sucht und findet im Internet nach Angeboten, nach Musik, nach Videos und nach Kontakt zu Menschen. Die meisten von uns sind daneben auch mit „intelligenten“ elektronischen Helfern vertraut: sei es der Fernseher, der heutzutage zu wesentlich mehr fähig ist, als nur das aktuelle Fernsehprogramm zu zeigen, seien es eigenständig arbeitende Haushaltshelfer wie z.B. Staubsauger-Roboter oder Wearables wie Smart-Watches. Der eine nutzt das mehr, der andere weniger.

Jeder von uns sollte sich im Klaren sein, dass ich das selbstverständlich auch auf die Reiseindustrie auswirkt. Unsere Kunden stellen sich Reisen zunehmend nach ihren eigenen Vorstellungen zusammen. Sie bewerten ihre Reiseerfahrungen und teilen ihre Erfahrungen online mit ihren Freunden, Bekannten oder sogar der Allgemeinheit. Sie bereiten sich auch anders auf ihre Reisen vor: Sie sehen sich im Vorfeld Bilder ihrer Reiseorte an, lesen Bewertungen anderer Kunden und steigen in umfassende Preisrecherchen ein. Die besonders technikaffinen Kunden verzichten auch im Urlaub nicht auf ihre elektronischen Helfer und orientieren sich am Urlaubsort mit Smartphone und anderen Gadgets. Darauf müssen wir uns einstellen. Es gilt z.B. selber aktiv im Internet zu recherchieren, dort aktiv mit Kunden in Kontakt zu treten, Reisen internetgerecht aufzubereiten (in aller Regel liest man im Internet beispielsweise ungern Romane) oder Reisebeschreibungen zum Selbsterfahren bereitzustellen. Hierzu ist in aller Regel Spezialwissen unerlässlich, das man selber aufbauen oder einkaufen sollte.

Trend „Individualisierung“

Group of women practising yoga on the beach © Kalim
Yoga am Strand © Kalim (fotolia)

Der Trend zur Digitalisierung ermöglicht eine zunehmende Individualisierung des Pauschalreisegeschäfts. Kunden möchten nicht mehr als Teil einer Gruppe wahrgenommen werden, sondern als Individuum in einer Gruppe. Sie erfahren auf ihrer Recherche zum Urlaubsort sehr umfassend, welche Angebote es vor Ort gibt. Und sie möchten die für sich passenden Angebote auswählen und nicht nur die vom Reiseanbieter ausgewählten Offerten. Das stellt eine große Herausforderung für uns als Reiseanbieter dar. Es erschwert die hergebrachten Möglichkeiten, Preise bei Hotels, Reiseführern und anderen Dienstleistern von Ort über garantierte Abnahmemengen zu verhandeln. Es erschwert die Reiseorganisation, weil individuelle Reiseprogramme übereinandergelegt werden müssen. Es macht den Dialog mit den Kunden aufwändiger, weil der Kunde besser informiert ist.

Aber es hilft nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, denn der Kunde sitzt am längeren Hebel – und mal ehrlich: das ist auch gut so. Wir wollen als Kunden schließlich auch das Beste für uns bekommen. Wir Reiseprofis müssen uns also auf den Kunden einstellen. Wir müssen beispielsweise flexibler als bisher planen, noch individueller auf Kunden zugehen und vor Ort mehr Optionen als bisher im Programm haben. Und dabei können wir die digitalen Möglichkeiten nutzen. Indem wir neben den persönlichen Kontakt mit Dienstleistern vor Ort den digitalen „Touchpoint“ stellen. Indem wir die elektronischen Möglichkeiten der Preisfindung nicht ungenutzt lassen und uns im „Revenue- & Yield-Management“ fit machen. Oder indem wir die bisherigen starren Reiseunterlagen mit Angebotsoptionen ergänzen oder sie elektronisch und damit flexibel anpassbar bereitstellen. Auch hier gilt, dass Spezialwissen aufgebaut oder eingekauft werden sollte.

Trend „Polen“

Und was bedeutet das für das Urlaubs- und Reiseziel Polen? Aus meiner Sicht können beide Trends eine sehr positive Auswirkung auf Polen als Reiseland haben – wenn Polen und die Reiseanbieter sich darauf einstellen. Denn anstelle der Vorurteile zum Reiseland Polen treten vermehrt objektive Rechercheergebnisse. Reiseinteressenten können anhand aktueller Bilder buchstäblich dabei zusehen, wie positiv sich Polen touristisch gesehen entwickelt. Das wird einer der Gründe sein, warum das Reiseziel Polen boomt – diese Stimmung war auch auf der ITB zu spüren. Ein anderer Grund dafür könnte sein, dass sich polnische Hoteliers und andere Dienstleister selbstverständlich ebenfalls im Internet informieren. Sie erfahren dabei direkt vom Kunden, dass flexible und individuelle Angebote gewünscht werden und bisherige starre Lösungen nicht länger marktfähig sind. Das erleichtert beispielsweise Angebote, die ohne Einzelzimmerzuschläge auskommen. Einige dieser Reise finden Sie auch auf meiner Seite zu Aktionsangeboten.

Fazit

Für mich bleibt festzuhalten, dass sich auch der diesjährige Besuch der ITB wieder gelohnt hat. Wenn Sie von meinen Erfahrungen nicht nur beim Lesen des Blogs profitieren wollen: lassen Sie sich gerne ein individuelles Angebot erstellen, in das ich mein Wissen für Sie und Ihre Kunden einfließen lasse.

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