Der Oberlandkanal: Fahrplan 2015

Oberlandkanal: Schiff auf dem Landweg. Foto: Żegluga Ostródzko-ElbląskaVersprochen ist versprochen: Der Oberlandkanal wird für den Schiffsverkehr wieder freigegeben. Ab Ende April und für die Stecke Osterode-Elbing beziehungsweise Elbing-Osterode ab Mai bietet die Schifffahrtsgesellschaft wieder Ausflugsfahrten auf dem Kanal an. Ich hatte Ihnen, liebe Leser, auch versprochen, Sie auf dem Laufenden zu halten. Daher folgt heute eine Übersicht über die aktuell verfügbaren Strecken. Weiterlesen →

10 noch geheime Tipps für Polenreisen (Teil 3)

Old town of Lublin. City in Poland. © itsmejustIm dritten und letzten Teil unserer Serie “10 noch geheime Tipps für Polenreisen” (zum Teil 1 und Teil 2) mit Reisetipps abseits des Mainstreams. Mit den Destinationen können Sie bekannte Reise ergänzen oder ein komplett neues Reisepaket „Unbekanntes Polen“ zusammenstellen. Gerade für solche neuen Reiseziele können Sie sich ganz auf unsere Leistungen und unseren Qualitätsanspruch verlassen!

8. Rügenwalde und der letzte Wikinger

Marktplatz von Darlowo. Foto: Jens Hansel

Marktplatz von Darlowo. (c) Jens Hansel

Rügenwalde? Genau – die mit der roten Mühle. Rügenwalde war die Stadt der Wurstwaren, Pommersche, Rügenwalder Teewurst und die berühmte „pommersche Spickbrust“ trugen den Namen der Stadt in die Welt. Doch Rügenwalde (Darłowo) ist mehr, die Stadt hat den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern Pommerns und ist die Stadt des legendären Piratenkönigs Erik.

Rund 15.000 Einwohner hat das Städtchen heute, das als ein Muster für das frühere Aussehen pommerscher Kleinstädte gelten kann. Rügenwalde wurde 1312 nach lübischem Recht gegründet und schon unter Pommernherzogs Bogislaw V. wurde mit dem Bau des Schlosses der Herzöge von Pommern begonnen.

Ab 1347 wurde Rügenwalde für 300 Jahre Herzogssitz und 1365 auch Hansestadt. Bekannt aber wurde der Ort durch den Piratenkönig Erik VII. der 1397 als Nachfolger seiner Großtante Margarete zum dänischen König gekrönt und nach ihrem Tode 1412 in Personalunion auch König von Schweden und Norwegen wurde. Nach seiner Niederlage im Kampf um Schleswig wurde Erik abgesetzt und floh nach Gotland ins Exil. Nun wurde er als Seeräuber einer der Schrecken der Hanse. Sagenhaft reich soll er gewesen sein, und er steckte viel in den Ausbau des Rügenwalder Schlosses. Auch die Stadt prosperierte und wurde durch den Schmuggel zur Zeit der Napoleonischen Kontinentalsperre reich.

Die Hauptsehenswürdigkeiten befinden sich in der kompakten Altstadt mit dem typisch pommerschen Marktplatz und den Renaissance-Bürgerhäusern, dem spätbarocken Rathaus und der dahinter stehenden gewaltigen Marienkirche mit dem 60 m hohen Turm und natürlich der Fürstengruft, in der auch Erik ruht. Hauptsehenswürdigkeit ist das Schloss der Pommerschen Herzöge, das als Regionalmuseum eine sehenswerte Sammlung sakraler Statuen zeigt. Dazu informiert es über die Greifenzeit und die Rügenwalder Hansezugehörigkeit.

Mein Tipp: Echten Gruselfaktor bringen ihren Reisenden die Folterkammer mit den Gefängniszellen im Keller des Schlosses.

Muzeum Zamek Książąt Pomorskich w Darłowie,
ul. Zamkowa 4,
76-150 Darłowo
http://www.zamekdarlowo.pl/

9. Die alte Handels- und Festungsstadt Przemyśl

Przemyśl © marcinbawiec

Przemyśl (Prömsel) © marcinbawiec

Przemyśl, zu österreichisch-ungarischer Zeit Prömsel genannt, liegt in der Woiwodschaft Vorkarpatenland (Podkarpackie) am Ufer des San und ist bis heute ein bedeutender Grenzbahnhof auf der Strecke Krakau-Lemberg an der Grenze zur Ukraine. Die Stadt wurde bereits 981 erstmals urkundlich als Stadt der Kiewer Rus erwähnt und war zwischen 1085 bis 1269 Zentrum eines russischen Teilfürstentums. Nach der Niederlage der Rus gegen die Mongolen wurde sie im 13. Jahrhundert von Polen erobert. Nach den polnischen Teilungen Ende des 18. Jahrhunderts kam Przemyśl zum Kronland Galizien im Habsburger Reich.

Die Habsburger erkannten die strategische Bedeutung der Stadt und begannen Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Festungsbau auf den Hügeln der Stadt. Bis 1914 entstand ein gigantisches Festungswerk, in dem zu Beginn des 1. Weltkriegs 140.000 Soldaten stationiert waren. Im Zuge des Ausbaus entstand auch die Bahnverbindung Krakau-Lemberg-Budapest. Gleich im September 1914 wurde die Stadtfestung von einer zweifachen Übermacht russischer Truppen belagert. Doch konnten die Russen kein einziges Fort einnehmen. Eine zweite Belagerung erfolgte vom November 1914 bis März 1915 diesmal mit dem Versuch, Przemyśl auszuhungern. Das gelang. Die Verteidiger mussten kapitulieren, sprengten aber die Forts, Brücken und Geschützstellungen. Das „Tor zu Ungarn”, war verloren, konnte aber im Juni 1915 durch österreich-ungarische und deutsche Truppen zurückerobert werden. Die große Rolle, die Przemyśl in den Kämpfen an der Ostfront spielte, kam erst im Zuge der Feiern „100 Jahre Beginn des 1. Weltkriegs 1914“ zurück ins Bewusstsein. Die Ruinen der mächtigen Forts und die Soldatenfriedhöfe locken viele geschichtsinteressierte Touristen nach Przemyśl. Da jedes Fort auch mit Auto und Bus erreichbar ist, können die Anlagen gut auch mit der Gruppe besichtigt werden.

Mein Tipp: Durch Jaroslav Hašeks Roman „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk” ging Przemyśl in die Weltliteratur ein, als Josef Schwejk hier im Juli 1915 in Przemyśl einige seiner Abenteuer erlebte. Lassen Sie Ihre Reisenden auf den Spuren von Szwejk durch die Stadt wandeln.

Festungsmuseum Przemyśl
Str. Grodzka 8
37-700 Przemyśl
http://www.przemysl.pl

10. Lublin – Ein Hauch von Italien im jüdischen Oxford

Old town of Lublin. City in Poland. © itsmejust

Lubliner Altstadt © itsmejust

Lublin ist mit seinen rund 380.000 Einwohnern die größte polnische Stadt östlich der Weichsel. Schon im Mittelalter wurde Lublin durch seine Lage im Schnittpunkt wichtiger Handelswege von Ost nach West und von Nord nach Süd ein bedeutender Handelsplatz. Die Stadt liegt nur hundert Kilometer von der heutigen ukrainischen Grenze entfernt und ist Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft. Hier trafen sich viele Kulturen, trieben Handel miteinander und lernten voneinander. Durch die Religionstoleranz in Polen wurde Lublin rasch zu einem Zentrum jüdischer Kultur und Gelehrsamkeit und wurde so das „jüdische Oxford“ genannt. Urkundlich 1198 erstmals erwähnt gilt Lublin als eine der ältesten Städte Polens. Aus dieser Zeit stammt die Burg, die nach umfassenden Umbauten das Bezirksmuseum beherbergt

Im Jahr 1317 erhielt die Stadt durch den polnischen König Magdeburger Stadtrecht. An der Via Regia gelegen, brachte die Polnisch-Litauische Personalunion großen Aufschwung. Als König Kasimir IV. Jagiełło 1474 die Stadt zum Zentrum der neu geschaffenen Provinz Lublin machte, wurde Lublin zur Residenzstadt ausgebaut. Italienische Baumeister und Künstler gestalteten die mittelalterlichen Burg- und Festungsbauwerke zu einer italienisch anmutenden Renaissancestadt um. So glänzt die Altstadt bis heute mit zahlreichen Kirchen und Klöstern, prächtigen Patrizierhäusern und Stadtpalästen des Adels. Als die polnische Hauptstadt 1596 von Krakau nach Warschau verlegt wurde lag Lublin plötzlich abseits, verlor ihre Bedeutung und geriet zwischen viele Fronten. Bei der dritten Teilung Polens kam Lublin 1795 an Österreich-Ungarn. Schrecklich waren die Zeiten der deutschen Besatzung, als Lublin Zentrum der Aktion Reinhardt war und fast alle Lubliner Juden ermordet wurden. Vom jüdischen Viertel um die Burg ist nichts mehr vorhanden nur ein großer Burgvorplatz. Im Lubliner Stadtteil Majdanek entstand 1941 ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene, das den Nazis ab 1943 als Konzentrationslager diente. Zwischen 250.000 bis 360.000 Gefangene wurden dort ermordet.

Neben der Burg, die über der Stadt auf einem Hügel thront sind weitere Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt das Schloss aus der Jagiellonen-Zeit. Ebenfalls sehenswert sind die Stadttore. Im Turm des Krakauer Tors befindet sich das Museum für Stadtgeschichte. Zu den schönsten Architekturdenkmälern zählen das alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, das 1748 im klassizistischen Stil umgebaut wurde, und die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert. Bedeutendstes Zeugnis jüdischer Kultur ist die 1930 gegründete und wieder belebte Rabbinerschule „Jeschiwas Chachmej Lublin“. Dort soll einmal ein Museum des Chassidismus eröffnet werden.

Mein Tipp: Die malerische Altstadt von Lublin mit verwinkelten, mittelalterlichen Gassen und der Marktplatz mit den Bürgerhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert laden zum Bummeln ein. Ihre Reisenden werden entdecken: Lublin mit seinen Straßencafés und dem Park hat italienisches Flair.

Lubelski Ośrodek Informacji Turystycznej i Kulturalnej LOITiK
ul. Jezuicka 1/3
20-113 Lublin
http://www.lublintravel.pl

Haben Sie schon den Teil 1 und Teil 2 unseres Artikels zu Geheimtipps in Polen gelesen? Gern erstellen wir für Ihre Reisegruppe ein individuelles und kostengünstiges Reiseprogramm – fragen Sie uns einfach!

10 noch geheime Tipps für Polenreisen (Teil 2)

Staircase in an old stylish plant. HDR-high dynamic range © fotorince - FotoliaTeil 2 unserer Serie “10 noch geheime Tipps für Polenreisen” mit Reisetipps abseits des Mainstreams. Mit den Destinationen können Sie bekannte Reise ergänzen oder ein komplett neues Reisepaket „Unbekanntes Polen“ zusammenstellen. Gerade für solche neuen Reiseziele können Sie sich ganz auf unsere Leistungen und unseren Qualitätsanspruch verlassen! Weiterlesen →

Die brylla-Marathonis 2015

brylla reisen-Marathon-Team in KolbergIm vergangenen Jahr haben wir begonnen, Marathonläufer zu unterstützen. Und zwar die, die beim Kolberg-Marathon starten und aus Deutschland kommen. In Kolberg nämlich haben wir einen Standort unseres Unternehmens, und wir freuen uns, wenn der Sport auch für die Begegnung von Menschen aus Deutschland und Polen sorgt – so wie unsere Reisen es auch tun. 2015 sponsern wir wieder. Weiterlesen →